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Asyl

Arbeitserlaubnis für Asylsuchende

Beschäftigung für Asylsuchende ist ab dem vierten Monat möglich.

Asylbewerberinnen und -bewerber dürfen in Deutschland nicht arbeiten – so lautet eine gängige Annahme. "Das stimmt so nicht", stellt Zuhal Karakas, Leiterin des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit, klar. "Es gibt nur vieles zu beachten, deshalb ist es komplizierter, eine Genehmigung zu erhalten."

Bewerbungen in Mangelberufen bieten bessere Chancen

Korrekt sei, dass Asylsuchende in den ersten drei Monaten keine Arbeitserlaubnis erhalten. Ab dem vierten Monat prüft die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung der Agentur für Arbeit in Duisburg vorher, ob es für die Stelle, die einem Asylbewerber oder einer Asylbewerberin angeboten wird, nicht auch einen passenden Bewerber mit deutscher oder EU-Staatsangehörigkeit gibt. Ist das nicht der Fall und alle eingereichten Unterlagen – wie zum Beispiel der Arbeitsvertrag – sind korrekt, erteilt die Region Hannover die Arbeitserlaubnis. "Wer sich auf Stellen in Mangelberufen bewirbt, wie als Pfegekraft oder in der Gastronomie, hat bessere Chancen", erläutert Karakas. Ab dem 16. Monat des Aufenthalts fällt die Überprüfung, ob andere Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung stehen, weg. Dann zählt nur, ob der Arbeitsvertrag korrekt ist.