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Zeltdörfer zur Flüchtlingsunterbringung im Deutschen Pavillon © LHH (Neue Medien)

Der Pavillon ist für die Unterbringung von rund 430 Personen hergerichtet worden

Amtshilfe für das Land

Deutscher Pavillon dient als Notunterkunft

Angesichts der angespannten Flüchtlingssituation hat die Landeshauptstadt Hannover Anfang Oktober nach Beschluss des Verwaltungsausschusses den Deutschen Pavillon auf dem Expo-Gelände gekauft, um dort Flüchtlinge unterbringen zu können. Diese Notunterkunft ist im Wege der Amtshilfe für das Land Niedersachsen am 9. November in Betrieb genommen worden.

Ein kleiner Junge geht durch den zur Flüchtlingsunterkunft umgebauten Deutschen Pavillon © LHH (Neue Medien)

Zunächst werden in dem Gebäude rund 400 Flüchtlinge für vier Wochen untergebracht

Zunächst werden dort rund 400 Flüchtlinge für vier Wochen untergebracht, darunter auch viele Frauen und Kinder. Zur Amtshilfe zählt dabei die Grundversorgung der Flüchtlinge, also die Unterbringung, Versorgung mit Kleidung und Verpflegung sowie die notwendige medizinische Versorung (keine Erstuntersuchung nach § 62 AsylVfG). Die Betreuuung hat das Deutsche Rote Kreuz übernommen.

Anfang Dezember erfolgt die Verteilung der jetzt dort untergebrachten Flüchtlinge auf die Kommunen in Niedersachsen. Im Anschluss ist geplant, den Pavillon als reguläre städtische Notunterkunft zu nutzen.

Herrichtung des Pavillons

Der Deutsche Pavillon ist für die Unterbringung von rund 430 Personen von der Feuerwehr Hannover hergerichtet worden. Dabei wurde auf die bewährte Dorfstruktur wie in der im Sommer dieses Jahres genutzten Messehalle 21 und im derzeit genutzten ehemaligen Baumarkt in Badenstedt zurückgegriffen. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass mit der Einrichtung von mehreren Zeltdörfern eine gewisse Privatsphäre gewährleistet werden kann.

Hintergrundinformationen

Derzeit leben rund 4.000 Flüchtlinge in den Unterkünften der Stadt. Es handelt sich bei diesem Personenkreis überwiegend um Menschen, deren Asylantrag entweder noch nicht abschließend geprüft oder aber abgelehnt worden ist. Im Falle der Ablehnung wird die Aufenthaltserlaubnis erst entzogen, sobald die Rückreise in das Heimatland sicher und ohne Gefahr für Leib und Leben vollzogen werden kann. Die Flüchtlinge stammen insgesamt aus 62 Nationen. Hauptherkunftsländer sind u.a. Irak, Syrien, Afghanistan, Eritrea und der Sudan. Die Stadt geht davon aus, dass bis Ende Januar 2016 weitere 2.800 Menschen nach Hannover kommen werden.