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Zeltdörfer in der Messehalle 27 © LHH (Neue Medien)

In der Halle finden voraussichtlich ab Mitte Dezember rund 800 Flüchtlinge eine vorübergehende Unterkunft

Flüchtlingsunterbringung

Messehalle 27 in Kürze bezugsfertig

Ab voraussichtlich Mitte Dezember kann die Stadtverwaltung die Messehalle 27 als Notunterkunft für Flüchtlinge nutzen. Im Rahmen eines Pressetermins am 3. Dezember konnten Journalistinnen und Journalisten sich ein Bild der letzten Vorbereitungsarbeiten durch die Feuerwehr Hannover machen.

Die Messehalle 27 ist mit 31.300 Quadratmetern fast doppelt so groß wie die im Sommer genutzte Messehalle 21. In der modernen, tageslichtdurchfluteten Messehalle sollen rund 800 Flüchtlinge untergebracht werden. Zu diesem Zweck werden 104 Zelte aufgebaut, die sich auf 25 Dörfer verteilen – hinzu kommt ein Sanitätsdorf. Diese Struktur hat sich in der Vergangenheit bewährt (u.a. in der Messehalle 21 und im Deutschen Pavillon), da dadurch eine gewisse Privatsphäre gewährleistet werden kann.

Die einzelnen Zeltdörfer sind mit Betten, Spinden sowie Tischen und Stühlen ausgestattet. Über die Halle verteilt stehen 16 Sanitär- und Duschcontainer. Die Essensversorgung übernimmt die Deutsche Messe AG, die außerdem auch WLAN für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner bereitstellt.

Die Stadt und die Deutsche Messe AG haben sich darauf verständigt, dass die Halle bis Anfang März 2016 als Notunterkunft genutzt werden kann.

Hintergrundinformationen

Standt Anfang Dezember 2015 leben rund 4.000 Flüchtlinge in den Unterkünften der Stadt. Bis Ende Januar 2016 können der Stadt noch rund 2.500 Flüchtlinge vom Land Niedersachsen aus der laufenden Quote zugewiesen werden. Die Stadt sondiert daher akribisch den Markt nach potenziellen Unterkünften und klopft alle Möglichkeiten zur Unterbringung ab. Auch werden weiterhin städtische Flächen für die Schaffung von Flüchtlingsunterkünften herangezogen und sorgsam geprüft. Bereits im Januar wird die Stadt voraussichtlich mehrere Unterkünfte für rund 550 Flüchtlinge in Betrieb nehmen können. Hierzu zählen die Modulbaustandorte in Alt-Vinnhorst, am Vahrenheider Markt und in der Steigertahlstraße. Hinzu kommt die Unterkunft Wichernstift in der Grazerstraße und die umgebaute Modulanlage an der Lutherschule.