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Für junge Geflüchtete

Mit SPRINT in die Integration

Blick in die Region anlässlich der Kultusministerkonferenz in Bremen: Die Region Hannover hat das Sprach- und Integrationsprojekt erfolgreich aufgenommen - aktuell werden 335 Jugendliche in so genannten SPRINT-Klassen unterrichtet.

Wie gelingt Bildung in einer Zuwanderungsgesellschaft? Über diese Frage sprechen die Kultusministerinnen und -minister der Länder aktuell während der Kultusministerkonferenz in Bremen. Die Region Hannover hat mit SPRINT (Sprach- und Integrationsprojekt) ein Projekt des Niedersächsischen Kultusministeriums aufgenommen, das eigens für die öffentlichen berufsbildenden Schulen entwickelt wurde.  

Das Sprach- und Integrationsprojekt SPRINT

Zwölf der insgesamt 16 Berufsbildenden Schulen der Region Hannover bieten mittlerweile insgesamt 21 Kurse an. Grundlegender Baustein ist da das Erlernen der deutschen Sprache. Aktuell werden 335 Schülerinnen und Schüler in so genannten SPRINT-Klassen unterrichtet (Stand 15.08.16). Das Angebot ergänzt bereits bestehende Beschulungsformen wie die BVJ-A-Klassen (Berufsvorbereitungsjahr für Ausländerinnen und Ausländer. An dem Berufsvorbereitungsjahr nehmen aktuell 311 Schülerinnen und Schüler in der Region Hannover teil.

Das Projekt "Fit für die Ausbildung"

Nicht nur im Bereich der BBSen, auch in Kooperation mit Wirtschaftsunternehmen entwickelt die Region neue Formate, um junge Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Projekt "Fit für die Ausbildung" spricht speziell junge Flüchtlinge an, die bereits einige Monate in Deutschland leben und grundlegende Sprachkenntnisse gesammelt haben. In diesem gemeinsamen Projekt des Unternehmensnetzwerkes "Zukunft Inc.", der Region Hannover und dem Bildungsnetzwerk Niedersächsische Wirtschaft sollen die jungen Menschen über ein vorgeschaltetes dreimonatiges Praktikum Ausbildungsplätze erhalten.

Ein Vorteil für beide Seiten

Die Flüchtlinge werden im Unternehmen eng betreut und der Arbeitgeber kann die Stärken und Schwächen der potenziellen Auszubildenden frühzeitig ausmachen. Nach dem ersten Durchgang vor einem Jahr konnten sechs Flüchtlinge in Ausbildung und vier für ein Jahr in Beschäftigung übernommen werden.

(Veröffentlicht am 7. Oktober 2016)