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Spracherwerb

Region übernimmt Koordination des Landesprogramms

739.600 Euro stehen für Kurse in den 20 Umlandkommunen bereit, sie sind ohne spezielle Voraussetzungen für alle Flüchtlinge offen.

Ohne Spracherwerb keine Integration: Die Region Hannover will jetzt schnell und unbürokratisch die Finanzierung von Sprachkursen, angeboten von verschiedenen Bildungsträgern in den 20 Städten und Gemeinden rund um Hannover, regeln. 739.600 Euro stehen in diesem Jahr aus dem Landesprogramm "Förderung von Maßnahmen zum Spracherwerb (Deutsch) von Flüchtlingen" für die 20 Umlandkommunen zur Verfügung. "Wir wollen dafür sorgen, dass das Geld schnell dort ankommt, wo es gebraucht wird", sagt Sozialdezernent Erwin Jordan. "Sprachkurse sind der Schlüssel zum Integrationserfolg!"

Normalerweise liegt die Koordination und Verwaltung des Programms in den Händen der Volkshochschulen (VHS) – so auch im Gebiet der Landeshauptstadt. Die Region Hannover hat dagegen keine VHS in eigener Trägerschaft. Die vorhandenen Volkshochschulen sind mit der Koordination und Verwaltung des Programms für das gesamte Gebiet (ohne Stadt Hannover) überfordert – zumal das finanzielle Volumen im Vergleich zu 2015 gestiegen ist. Deshalb ist die Region hier kurzfristig eingesprungen. "Aktuell laufen bereits 13 Sprachkurse, weitere 15 sind in Planung", sagt Projektkoordinatorin Inga Lücking. Insgesamt können mit den Geldern mindestens 60 Sprachkurse auf den Weg gebracht werden. "Die Kurse sind für alle Flüchtlinge offen – ohne spezielle Zugangsvoraussetzungen", erläutert Lücking.

Mit Maßnahmen des Jobcenters kombinieren

Die nächsten Kurse sollen in Verbindung mit Arbeitsintegrationsmaßnahmen des Jobcenters Region Hannover durchgeführt werden. "An dieser Kombination haben wir als Region ein großes Interesse, weil wir uns davon schneller Integrationserfolge erhoffen", so Erwin Jordan. Abschließend entscheidet die Regionsversammlung am 27. September.