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Umbau nach englischem Vorbild

Geschichte des Georgengartens

Unter der Leitung von Christian Schaumburg wurde der Wallmodengarten von 1835 bis 1841 in einen Landschaftspark umgestaltet

Geschichte Georgengarten © Historisches Museum Hannover

Blick auf das Georgenpalais, Ögemälde 1850

Ab 1700 entstanden in dem ehemaligen Überschwemmungsgebiet der Leine zahlreiche Landsitze des Hofadels. Einige ihrer Gärten wurden nach dem Ankauf durch den Grafen Johann Ludwig von Wallmoden-Gimborn ab 1768 zum Wallmodengarten zusammengefasst. 1782 wurde das Wallmodenschloss errichtet, das die berühmte antike Kunstsammlung des Grafen beherbergte.

1835 bis 1841 wurden unter der Leitung von Christian Schaumburg umfangreiche Veränderungen bei der Zusammenlegung der Landsitze vorgenommen und der Garten in einen Landschaftspark nach englischem Vorbild umgestaltet. Die schmalen Wasserläufe ehemals einzelner Gärten wurden zu größeren Teichen erweitert und der dabei ausgehobene Boden diente zur Modellierung des Geländes. Der neu gestaltete Garten wurde zu Ehren Georg IV. in Georgengarten umbenannt und das Wallmodenschloss wurde zum Georgenpalais, dem heutigen Sitz des Wilhelm Busch Museums - Deutsches Museum für Karikatur und kritische Grafik.

1921 übernahm die Stadt Hannover den Georgengarten, sorgte für eine gründliche Instandsetzung und ließ 1934/ 35 auf einer Anhöhe den Leibniztempel mit einer Büste von Gottfried Wilhelm Leibniz errichten. Während des 2. Weltkrieges diente der Garten als Gemüseanbaugebiet, so dass bis Mitte der 50er Jahre umfangreiche Wiederherrichtungsmaßnahmen nötig waren, um den Georgengarten wieder in einen attraktiven öffentlichen Park umzuwandeln. 1998/ 99 wurde der zentrale Bereich um das Wilhelm Busch Museum restauriert.

Auch die 1726 angelegte, fast 2 km lange Herrenhäuser Allee trug schwere Kriegsschäden davon. Anfang der 70er Jahre wurde die Allee, die den gesamten Georgengarten durchzieht, durch die Pflanzung von rund 1.300 achtjährigen Kaiserlinden vollständig erneuert.