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Drei Frauen und zwei Männer stehen draußen auf einer Rasenfläche in einer Reihe. © Claus Kirsch

Von Schulgarten bis Mediathek: Das Gelände und die Räumlichkeiten im Überblick.

Informationsblätter und eine Schriftenreihe mit Erinnerungen, Tagebucheinträgen, Zeitzeugnissen

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Programm Gedenkstätte Ahlem

Filmvorführung und Zeitzeugengespräch

Eine Sintizza, die als Kind im Sammellager Altwarmbüchner Moor leben musste, erzählt in einem Dokumentarfilm über diese Zeit. Verbunden ist dieses Interview mit einer Spurensuche im Stadtarchiv Hannover.

In der Weimarer Zeit gab es in Hannover mehrere Stellplätze für Sinti, so zum Beispiel in Hainholz an der Schulenburger Landstraße. Ein Teil der Sinti wohnte aber auch in der Stadt selbst, meist in der Altstadt und in der Calenberger Neustadt. Im Jahr 1938 wurde im Altwarmbüchener Moor ein kommunales Sammellager eingerichtet, in das zunächst die Sinti eingewiesen wurden, die auf Stellplätzen lebten. Ab 1942 wurden dann auch Sinti, die in Mietwohnungen lebten, in das Sammellager zwangsweise eingewiesen, wo sie in alten Eisenbahnwagons hausen mussten.
Das Lager im Altwarmbüchner Moor wurde in der Nacht zum 1. März 1943 von Polizisten umstellt und geräumt. Die Familien wurden mit ihren Kindern auf Lastwagen getrieben und zum Bahnhof Fischerhof gebracht, von wo sie mit dem Zug in das "Zigeunerfamilienlager" in Auschwitz-Birkenau transportiert wurden.

Filmvorführung

Schülerinnen und Schüler der KGS Hemmingen haben im Rahmen des Filmprojekts eine Sintizza getroffen, die als Kind im Sammellager Altwarmbüchner Moor leben musste. Sie erzählt in einem etwa 50-minütigen Dokumentarfilm über diese Zeit. Verbunden ist dieses Interview mit einer Spurensuche im Stadtarchiv Hannover.

Zeitzeugengespräch

Nach Kriegsende kehrten die überlebenden Sinti in ihre Heimatorte zurück. Da es in Hannover nicht genügend Wohnraum gab, und Sinti bei der Wohnraumverteilung hintenan gestellt wurden, mussten sie wieder in den alten Wagen im Altwarmbüchner Moor unterkommen. Im Anschluss an die Filmvorführung wird ein Sinto, der als Nachkriegskind dort bis in die 1960er Jahre gelebt hat, von seinen Erfahrungen berichten und erzählen, was es heißt, ohne technische und soziale Infrastruktur im Nachkriegsdeutschland aufgewachsen zu sein.

Weitere Veranstaltungen

Termin(e): 05.03.2017 ab 15:00 Uhr
Ort

Gedenkstätte Ahlem

  • Heisterbergallee 10
  • 30453 Hannover

Veranstalter: Region Hannover, Gedenkstätte Ahlem

Die öffentliche Führung fällt an diesem Sonntag wegen dieser Veranstaltung aus.