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Station 7 - 85 Jahre lang Salze hoch geholt: Doppelschachtanlage Bergmannssegen-Hugo

Das Werk Bergmannssegen ging 1913 in Betrieb. „Hugo“ nahm schon 1909 Fahrt auf. Ein Jahr zuvor war der Schacht abgeteuft worden. 1947 war soviel unter Tage gebuddelt worden, dass die Bergleute die Strecken beider Schächte verbanden. 1983 schlossen sie dann auch Friedrichshall bei Sehnde an. Es gab noch einen vierten Schacht: den der „Gewerkschaft Hohenfels“ am heutigen Straßenbahnmuseum im Ortsteil Wehmingen. Der Salzstock breitet sich auf vielen Kilometern von Sarstedt über Sehnde bis Lehrte aus. Schon in den fünfziger Jahren ging der Abbau zurück. 1994 wurden die Förderung sowie die Aufbereitung des Rohsalzes eingestellt. 85 Jahre Salzbergbau gingen zu Ende. Heute werden in Bergmannssegen-Hugo rund 50 verschiedene Produkte erzeugt, deren Rohstoffe aus aller Welt kommen. Die Firma K + S Kali GmbH in Kassel stellt hier Roll- und Pressgranulat her. Mit der Flutung des Schachtes Hugo wurde 1998 begonnen, das Blockfördergerüst und ein paar Gebäude blieben erhalten. Zu besichtigen ist der Betrieb von innen jedoch nicht.  Mit den Bus Linien 371 oder 962, Haltestelle Ilten/ImSteinkamp zu erreichen, von dort zu Fuß die Glückaufstraße ca. 1,2 km in Richtung Osten.

Die Halden, die vom Radweg aus zu sehen sind, bestehen aus Abraum. Doch die darin befindlichen Salze, lassen die Halden bei trockener Luft hell leuchten. Die Wärme entzieht die Feuchtigkeit, das Salz strahlt. Wie kam es hier in die Erde? Vor 500 bis 250 Millionen Jahren breitete sich auch in dieser Gegend Mitteleuropas ein großes Binnenmeer aus. In den Buchten lagerte sich Salz aus dem salzhaltigen Wasser ab, zumal es tropisch heiß war zu der Zeit. Viel Wasser verdunstete. Die gelösten Minerale (Karbonate, Sulfate und Chloride) bildeten Kristalle und schichteten sich Hunderte Meter hoch auf. Das dauerte allerdings ein paar Millionen Jahre. Später falteten sich die Schichten nach oben auf. Steinsalze werden für den Verzehr verwendet, Kalisalze als Düngemittel für die Landwirtschaft.