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Station 13 Lindener Markt - Lebendige Industriekultur

Hier bitte aussteigen - es lohnt immer. Dienstags und sonnabends von 8 bis 13 Uhr ist Markt. Das bunte Treiben vor der Kulisse alter, roter Backsteinhäuser zu beobachten, erinnert ein wenig an die Zeit um 1895. Damals wurde Linden als „größtes Dorf Preußens“ endlich Stadt, hatte durch den Zuzug als Folge der Industrialisierung schon 50.000 Einwohner und schuf sich hier um den Marktplatz ein Zentrum. Die Bauern leisteten allerdings so großen Widerstand, dass ihr Land erst durch Enteignungsverfahren zu haben war. Das neogotische Rathaus – heute als Schmuckstück jener Zeit zu bewundern – wurde 1897 bis 1899 nach Plänen von Emil Seydel gebaut. Zur selben Zeit entstand das prunkvolle kaiserliche Reichspostamt an der Ecke Niemeyer-/Posthornstraße. Es wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und dann abgerissen. Das heutige Postgebäude stammt von 1962.

Im Eckhaus Lindener Marktplatz 2 wurde am 14. Oktober 1906 die jüdische Schriftstellerin Hannah Arendt geboren. Sie floh 1933 über Frankreich nach New York, wo sie 1975 starb. Eine Tafel erinnert an die Lindenerin.

Mit Cafés, Kneipen und kleinen Läden ist die Gegend um den Lindener Markt ein lebendiger Teil der Stadtkultur.