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Station 21 Hauptbahnhof - Kaiserlich schön und so praktisch

Kaum eine deutsche Stadt hat so einen schicken Bahnhof. Das war schon so, als er mit den hochgelegten Gleisen von 1876 bis 1879 in der heutigen Form entstand. Mit Rundbogenstil und Backsteinoptik schuf Hubert Stier ein kleines Schloss mit breitem Mittelbau. Ein Pavillon im Ostteil war dem Kaiser für seinen Besuch vorbehalten. Dessen Front ist, wie heute noch zu sehen, von außen besonders aufwändig gestaltet. Der Baldachin hat Elemente der Neorenaissance. Wer die Treppe hinauf geht, findet im Obergeschoss ein Café in hohen Räumen.

Die Planer hatten damals noch ein Problem: Das 1861 vor dem alten Bahnhof aufgestellte Reiterstandbild von König Ernst August durfte nicht versetzt werden. Als einen der ersten ebenerdigen Durchgangsbahnhöfe in Deutschland hatte der hannoversche Stadtplaner Laves das erste Gebäude schon 1841-47 errichtet. Nur in Karlsruhe gab es damals einen noch älteren Durchgangsbahnhof. Üblich waren Kopfbahnhöfe. 1851 fuhr der erste durchgehende Schnellzug („D-Zug“) durch, der auf dem Weg von Berlin nach Köln war (16 Stunden Fahrtzeit) und nur einen kurzen Stopp in Hannover einlegte.

Beim Neubau hatten die Planer nach hinten hin Platz zum heutigen Raschplatz, denn die dortige Eisenbahn-Hauptwerkstätte wurde nach Leinhausen verlegt. So konnte eine rundbogig gewölbte Bahnsteighalle aus Eisen und Glas (37 Meter Spannweite) gebaut werden, die vier Bahnsteige mit sieben Gleisen für den Personenverkehr überdachte.

Tipp
Umsteigen in die Linien 3, 7 oder 9 der Stadtbahn und zwei Stationen stadtauswärts zum Lister Platz fahren. Dort sind es nur ein paar Schritte auf der Podbielskistraße zum Haupthaus der Firma Bahlsen.