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Station 8 Charlottenstraße - Ahrbergs Wurstimperium

Mit einem Hotel, modernen Büros, spanischen Lokalen, Wohnungen und einigen Ateliers sowie einem freien Theater erinnert im Ahrbergviertel rings um den auffälligen Schornstein (Relikt des Kesselhauses) kaum etwas an die Anfänge. Fritz Ahrberg (1866-1959) hatte 1896 in der Deisterstraße um die Ecke seinen ersten Fleischerladen eröffnet. Die Qualität war gut, die Nachfrage immens. Allein die Arbeiter der Hanomag in der Nähe deckten sich täglich mit großen Mengen ein. Die große Fabrik für Wurst und Fleischkonserven entstand 1912 in diesem Viertel. Ein vierstöckiges Fabrikhaus wurde gebaut. Gelobt wurde die Hygiene, die Ahrberg betrieb. Weiß geflieste Wände und Arbeitstische aus weißem Marmor gehörten dazu. Von der Straße aus führt eine Rampe zwischen weißen Häusern hoch zu einem Parkplatz. Von dort geht es zum Plaza de Rosalia, wo rechts noch ein ins Haus eingefügter Mauerpfeiler an die alten Gebäude erinnert. Jährlich trafen bis zu 120.000 Schweinehälften zur Verarbeitung ein. Von hier aus wurde bald ein Filialnetz von etwa 50 Läden beliefert. Die Waren verschickten die Mitarbeiter sogar quer durch Deutschland. In der Blütezeit arbeiteten hier 1200 Menschen.

Zum Teil sind in der Nähe des Schornsteins noch Klinkerbauten erhalten. Wer durch das Ahrbergviertel schlendert, erlebt einen gelungenen Umbau von Industriestätten in modernes Leben. Es wird hier in Linden-Süd bereichert durch die spanische Kultur der einstigen Gastarbeiter.