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Karl Wilhelm Friedrich Schlegel

Schriftsteller und Literaturwissenschaftler

Karl Wilhelm Friedrich Schlegel © gemeinfrei (Wikimedia)

Zeichnung von Philipp Veit (1811)

Karl Wilhelm Friedrich Schlegel (seit 1815: von Schlegel) wurde am 10. März 1772 als Sohn eines Generalsuperintendenten in Hannover geboren. Er verbrachte lange Jahre seiner Jugend bei Verwandten, dann gab ihn sein Vater 1788 in eine Lehre bei einem Leipziger Bankhaus. Zwar hatte er die Gymnasialausbildung nicht abgeschlossen, dennoch gelang es ihm, 1790 zusammen mit seinem Bruder August Wilhelm Schlegel in Göttingen ein Studium zu beginnen (Jura, Philologie, Geschichte, Philosophie). 1791-93 setzte er sein Studium in Leipzig alleine fort. 1794 zog er aus Geldnot zu seiner Schwester Charlotte nach Dresden.

Im Sommer 1796 folgte er seinem Bruder nach Jena und gab mit ihm 1798-1800 die Zeitschrift "Athenaeum" heraus. 1799 erschien sein Roman "Lucinde". 1800 habilitierte er sich; er konnte aber in Jena seine akademischen Pläne nicht verwirklichen und zog über Berlin, Dresden und Leipzig nach Paris, wo er über deutsche Literatur und Philosophie las und Sanskritstudien aufnahm.

1809 erhielt er eine feste Stelle als Hofsekretär in Wien, zugleich war er Herausgeber einer Armeezeitung im Stab des Erzherzogs Karl. 1814 nahm er am Wiener Kongress als Diplomat und Publizist teil; 1815-18 arbeitete er als Österreichischer Legationsrat am Frankfurter Bundestag mit; 1819 begleitete er als Kunstsachverständiger den Kaiser und Metternich auf einer Italienreise. Nach der Abberufung aus den österreichischen Diensten arbeitete Schlegel in Wien an der Gesamtausgabe seiner Werke. Er starb am 12. Januar 1829 in Dresden.