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Festival Theaterformen 2017

Vorverkauf gestartet: Vom 8. bis zum 18. Juni 2017 gastieren internationale Künstler auf den Bühnen des hannoverschen Staatstheaters und im städtischen Raum.

2017 ist ein ungerades Jahr – das bedeutet, dass die 27. Ausgabe des internationalen Festivals "Theaterformen" wieder vom Staatstheater Hannover ausgerichtet wird. Vom 8. bis zum 18. Juni werden an verschiedenen Spielorten Vorstellungen zu sehen sein. Rund um das Festival gibt es außerdem ein umfangreiches Rahmenprogramm aus Diskussionen und Vorträgen.

Programmausblick und Ticketvorverkauf

Am 8. Juni eröffnet das Festival mit dem Polit-Thriller "Tristesses" von Anne-Cécile Vandalem. Zwischen Fakten und Fiktion changierend, erzählt die belgische Regisseurin vom Aufstieg einer rechtsradikalen Partei und untersucht unsere Fähigkeit, autoritären Systemen zu widerstehen. In ihrem bildgewaltigen Dokumentarstück "Mare Nostrum" über den Guerillakrieg in Kolumbien prangert die Mexikanerin Laura Uribe die Unmenschlichkeit des Kapitalismus an. Und die schwedische Satire "Tigern" über den Aufruhr um eine entlaufene Raubkatze führt uns unseren Umgang mit dem Fremden vor Augen. 600 HIGHWAYMEN, die schon 2015 zu Gast bei den Theaterformen waren, machen die Zuschauer zu Mitspielern: In "The Fever" loten die New Yorker gemeinsam mit dem Publikum die Grenzen individueller und kollektiver Verantwortung aus.


In der Stadt und mit der Stadt
Mit drei Stücken lädt das Festival an Orte fernab der klassischen Bühne ein: Beim Stadtspaziergang "Walk, Hands, Eyes (Hannover)" entdeckt man Hannover mit geschlossenen Augen neu. Eine intime slowenische Fassung von Tschechows "Drei Schwestern" in einer alten Industriehalle in Leinhausen lässt die Grenze zwischen Figuren und Zuschauern verschwimmen. Schließlich entführt "Dein Wort in meinem Mund", von Anna Rispoli und Lotte Lindner & Till Steinbrenner eigens für das Festival produziert, das Publikum an ganz verschiedene Orte: öffentliche, profane, sakrale und höchst intime. In der Auseinandersetzung mit realen Interviews über das Thema Liebe fühlen sich die Teilnehmer ein in fremde Wertvorstellungen und politische Einstellungen.


Was Hannover über Eigentum denkt
Als Partner der Ausstellung "PRODUKTION. Made in Germany Drei" zeigt das Festival Theaterformen das Stück "Oratorium" vom Berliner Performance-Kollektiv She She Pop. Gemeinsam mit dem Publikum und einem Chor von Hannoveranern sprechen She She Pop über Eigentum und nehmen Besitzverhältnisse und Machtbeziehungen unter die Lupe.


Geschlechterrollen und Körperbilder
Körperlich, cool und futuristisch wird es in der Tanzperformance "Sylphidarium". Francesca Pennini zerlegt die Balletttradition mittels Live-Musik, getauschten Geschlechterrollen, über 100 extravaganten Kostümen und einem selbstironischen Blick auf Hipness und Körperkult. Sacha Yanow tritt in "Dad Band" als ihr eigener Vater auf. Und auch Choreografin Nora Chipaumire setzt sich in "Portrait of Myself as My Father" mit der Vaterfigur auseinander – sie nimmt sie zum Anlass, koloniale und postkoloniale Strategien zu hinterfragen. In "Play Rape" macht die Finnin Anna Paavilainen die hierarchischen Beziehungen im Stadttheater sichtbar. Um Frauenbilder in arabischen Filmen der 1940er- bis 1990-Jahre schließlich geht es in der libanesisch-französischen Musik-Performance "Love and Revenge" von Randa Mirza und Rayess Bek.


Karten für alle Theatervorstellungen sind seit 25. April an den Kassen des Staatstheaters Hannover oder über die Theaterformen-Website erhältlich.

Hintergrund

Das Festival Theaterformen wurde 1990 in Braunschweig gegründet und präsentiert jedes Jahr die Vielfalt zeitgenössischer Theaterproduktionen – vom Bühnenspektakel über Dokutheater und Kammerspiel bis hin zu zu multimedialen Installationen und Performances ist alles vertreten. Bis 2004 wurden die Theaterformen in Braunschweig, Hannover und teils Wolfenbüttel gezeigt. Seit 2007 wechseln sich das Staatstheater Braunschweig und das Staatstheater Hannover mit der Organisation ab. In den geraden Jahre wird Braunschweig, in den ungeraden Hannover zur Spielstätte für das Festival.