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CCN de Grenoble / Rachid Ouramdane: Tenir le temps © Patrick Imbert

CCN de Grenoble / Rachid Ouramdane: Tenir le temps

Hannover tanzt!

Tanzkongress 2016: Programm online

Zwei Monate vor dem Start Mitte Juni ist das gesamte Programm online gegangen und die Anmeldung zur persönlichen Teilnahme am Kongress bei tanzkongress.de bis zum 19. Mai freigeschaltet worden.

Unter dem Motto ZeitgenossIn sein findet vom 16. bis zum 19. Juni in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover der Tanzkongress 2016 statt. Zu den über 70 Einzelveranstaltungen mit 200 ReferentInnen und KünstlerInnen werden mehr als
700 FachbesucherInnen erwartet.

Der Tanzkongress, eine Veranstaltung der Kulturstiftung des Bundes, hat sich seit seinem Auftakt in Berlin 2006 als eines der wichtigsten internationalen Foren für die Diskussion und Präsentation von Tanz, Choreografie und Bewegung etabliert.

Beschäftigung mit dem Phänomen der Zeitgenossenschaft

Im Mittelpunkt dieser vierten Ausgabe, die in enger Kooperation mit dem Niedersächsischen Staatstheater Hannover und der Landeshauptstadt Hannover durchgeführt wird, steht die Beschäftigung mit dem Phänomen der Zeitgenossenschaft. Seit dem frühen 20. Jahrhundert wird sie in der künstlerischen und theoretischen Praxis als Aufforderung verstanden, sich mit den Bedingungen und Umbrüchen der Gegenwart auseinander zu setzen und sich ästhetisch, politisch, gesellschaftlich und im Tanz nicht zuletzt auch physisch in der eigenen Zeit zu verorten.

Grundlage für die Programmentwicklung war ein thematischer Call for Proposals zum Phänomen der Zeitgenossenschaft im Vorfeld des Kongresses, auf den KünstlerInnen, TheoretikerInnen, Studierende und Tanzschaffende aus dem In- und Ausland mit über 220 Einreichungen reagierten und eindrücklich die Relevanz und Vielfalt des Themas aufzeigten.

Dreiteiliges Programm, speziell für Hannover entwickelt

Korrespondierend mit dem zentralen Motiv der Zeitgenossenschaft eröffnet den Kongress ein speziell für Hannover entwickeltes, dreiteiliges Programm, in dem sich KongressteilnehmerInnen, ZuschauerInnen und KünstlerInnen außerhalb konventioneller Bühnensituationen begegnen können. Dabei verbindet der renommierte französische Choreograf und Leiter des Musée de la danse, Boris Charmatz, das Kongressthema auf bewegte und spielerische Weise mit zeitlosen und tanzhistorischen Aspekten.

Nach dem öffentlichen Warm-up auf dem Opernplatz verwandeln in ‚20 Dancers for the XX Century’ 20 TänzerInnen Hannovers Staatsoper in ein weitläufiges Tanzmuseum und anschließend widmet sich Charmatz’ 13-köpfiges Ensemble in ‚manger (dipersed)’ dem alltäglichen und körperlichen Vorgang des Essens.

Im Schauspiel Hannover untersucht der französische Choreograf Rachid Ouramdane mit der Deutschlandpremiere ‚Tenir le temps‘ die Fähigkeit des Menschen, sich an unkontrollierbare Dynamiken anzupassen und aus der eigenen Machtlosigkeit individuelle und kollektive Kräfte zu entwickeln.

Guilherme Botelho, Direktor der bekanntesten Schweizer Tanzcompagnie Alias, kreiert mit ‚Antes’ in der Orangerie Herrenhausen einen tänzerischen Science Fiction über den Beginn der Menschwerdung.

Das Ballett der Staatsoper nimmt in ‚Der Besuch’ einen Klassiker der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur auf: Friedrich Dürrenmatts berühmte Tragikomödie ‚Der Besuch der alten Dame’.

Der Choreograf Felix Landerer lässt in ‚Revolte!’ seine sieben Tänzer*innen ein brisantes und höchst aktuelles Thema ausloten: Ist Revolution heute noch möglich?

Die kubanische Choreografin Maura Morales schafft mit ‚Stadt der Blinden’ im Theater in der Eisfabrik eine eindrückliche Studie über Auflösung und Zerfall von Bewegung und im KinderTheaterHaus zeigen der Choreograf Martin Nachbar und die Dramaturgin Gabi dan Droste ein Tanzstück für Kinder zum Thema ‚Geschwister’.

Kongress endet mit Update im Opernhaus 

Den Kongress beschließt am 19. Juni ‚Update’ in der Staatsoper Hannover mit zwölf exklusiv für den Tanzkongress 2016 zusammengestellten Ausschnitten aktueller Tanzproduktionen aus der ganzen Republik, u. a. von Simone Sandroni, Martin Schläpfer, Tim Plegge, Marco Goecke und Bridget Breiner.

Der Vorverkauf für die Veranstaltungen des Tanzprogramms in Hannover läuft bereits. Zudem richtet der Kunstverein Hannover mit ‚Körper und Bühnen‘ kongressbegleitend einen assoziativen Blick auf die Schnittstelle von Performance, Tanz und Bildender Kunst.

Weitere Informationen unter: tanzkongress.de