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Die englische Katze

Wegen kurzfristiger Erkrankung im Ensemble muss die Vorstellung von Hans Werner Henzes Oper "Die englische Katze" am heutigen Freitag, 2. Dezember 2016, leider ersatzlos entfallen.

Karten, die bereits für die heutige Vorstellung erworben wurden, können an den Kassen in Opern- und Schauspielhaus zurückgegeben oder gegen eine der Folgevorstellungen eingetauscht werden. Telefonische Auskunft dazu gibt es am Kartentelefon unter 0511 / 9999-1111.

In zwei Akten präsentiert sich "Die englische Katze", eine Geschichte für Sänger und Instrumentalisten, die auf der Bühne des Opernhaus zu sehen ist.

Das proklamierte Ziel der Königlichen Gesellschaft zum Schutze der Ratten, scheint an sich schon einigermaßen befremdlich. Noch befremdlicher aber ist die Tatsache, dass diese Gesellschaft in einer Katzenwelt existiert, deren Vertreter gemeinhin als Todfeinde der Nagetiere gelten. 

Der Hintergrund

Nach einer Erzählung von Honoré de Balzac schrieb der englische Dramatiker Edward Bond, der für Henze schon das Libretto zu dessen Oper "We come to the river" verfasst hatte, den Text zur "Englischen Katze" als eine Gesellschaftssatire auf eine bigotte bürgerliche Welt, deren moralischer Anspruch als Deckmäntelchen für höchst eigennützige Interessen dient und die dafür auch über Leichen geht. Und wie die Maskerade auf allen Ebenen der Oper wirksam ist, so spielt auch Henzes Musik mit Masken. Von Anleihen an den Gassenhauer bis zum höfischen Tanz, von frei tonalem bis zu atonalem Idiom reicht die Palette, mit der Henze mit böser Ironie eine in Lüge erstarrte Gesellschaft entlarvt, der die Klischees als Bollwerk dienen, um ihre auf Profitgier und Macht ausgerichtete Welt zu schützen.

Die Handlung

In Hans Werner Henzes 1983 uraufgeführten Oper scheinen die Katzen geläutert, ihre Herrin Mrs. Halifax, die im Stück niemals auftaucht, legt nämlich auch bei ihren Haustieren großen Wert auf eine gottgefällige Lebensweise. Daher ernähren sie sich rein vegetarisch und halten sich als Zeichen ihrer moralischen Gesinnung sogar die kleine Waisenmaus Louise, die mit der Sammelbüchse um Geld für den Wohltätigkeitsverein wirbt. Und weil es neben den Finanzen auch um soziales Prestige geht, soll der alternde Kater Lord Puff, der Ambitionen auf die Präsidentschaft der K. G. S. R. hegt, mit der schüchternen Minette, einer keuschen jungen Katze vom Land, verehelicht werden. Minette zeigt sich denn auch ihrem zukünftigen Gatten zunächst sehr ergeben, erliegt aber zunehmend den Reizen des streunenden Katers Tom.

Die Besetzung

Lord Puff- Sung-Keun Park
Arnold - Daniel Eggert
Louise - Athanasia Zöhrer
Mr.Keen/Peter/Der Verteidiger/Lucian/Der Pfarrer - Edward Mout
Mr. Jones/Mr.Fawn - Byung Kweon Jun
Mr.Plunkett/Der Staatsanwalt - Martin Busen
Miss Crisp - Carmen Fuggiss
Mrs.Gomfit - Stella Motina
Lady Toodle - Mareike Morr
Minette - Ania Vegry
Babette - Hanna Larissa Naujoks
Tom - Matthias Winckhler

Termin(e): 21.12.2016 ab 19:30 Uhr
10.01.2017 ab 19:30 Uhr
20.01.2017 ab 19:30 Uhr
25.01.2017 ab 19:30 Uhr
27.01.2017 ab 19:30 Uhr
03.02.2017 ab 19:30 Uhr
Ort

Opernhaus Hannover

  • Opernplatz
  • 30159 Hannover
Preise:
19,50 € - 63,50 €
Vorverkauf:

Die Produktion wird vom Veranstalter ab Klasse 9 empfohlen