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Konzerte

Verdis Requiem

Die Messa da Requiem von Giuseppe Verdi steht auf dem Programm des vierten Sinfoniekonzerts mit dem Niedersächsische Staatsorchester am 4. und 5. Dezember im Opernhaus.

Am 4. und 5. Dezember erklingt Verdis berühnmte Messvertonung beim vierten Sinfoniekonzert des Niedersächsische Staatsorchester im Opernhaus. Am Dirigentenpult steht Ivan Repušić. Es singen der Chor und Extrachor der Staatsoper Hannover. Solisten sind Guanqun Yu, Sopran, Ronnita Miler, Mezzosopran, Yosep Kang, Tenor und Shavleg Armasi.

"Oper in liturgischem Gewand"

Eine "Oper in liturgischem Gewand" nannten schon Verdis Zeitgenossen seine Messa da Requiem, die 1874 in Mailand uraufgeführt wurde und nach Aida Verdis vorläufig letztes Werk sein sollte. Legt schon die kontrastreiche Dramatik der Messa eine solche Bezeichnung nahe, so mehr noch der Blickwinkel, aus dem Verdi den lateinischen Messetext behandelt. Die kirchenkritische Haltung des Komponisten verschiebt den Fokus vom liturgischen Ritus auf die Darstellung der existenziellen Todeserfahrung des Individuums, die speziell in der alle Grenzen der Konvention sprengenden Expressivität des "Dies irae" zum Ausdruck kommt. Während dieser Teil der Messe mit seiner Schilderung der Höllenqualen herkömmlicherweise dazu diente, dem Menschen seine Sündhaftigkeit vor Augen zu führen, um ihn zu einem gottesfürchtigen Christen zu machen, eröffnet sich bei Verdi der Blick in einen Abgrund, der an der Möglichkeit einer Erlösung zweifelt. Gleichwohl endet Verdi wie in nahezu allen seinen Opern auch in seiner Messa mit einer utopischen Perspektive, die allerdings entgegen der liturgischen Konvention auf die tröstende Vision des "Lux aeterna" das "Libera me" mit seiner flehentlichen Bitte um Errettung vor einem ewigen Tod folgen lässt.

Alessandro Manzoni gewidmet

Die Komposition der Messa da Requiem geht zurück auf ein Projekt, das Verdi unter dem Eindruck des Todes Rossinis 1868 initiierte: Er lud zwölf der bedeutendsten italienischen Komponisten dazu ein, gemeinsam eine Totenmesse zu Ehren Rossinis zu schreiben. Zu einer Aufführung dieses Werkes kam es aber nicht. Erst fünf Jahre später griff Verdi den Plan einer Messekomposition wieder auf. Unmittelbare Anregung für die Messa da Requiem war der Tod des Schriftstellers Alessandro Manzoni, der mit seinen Werken und seinem politischen Engagement zu einer zentralen Figur der italienischen Unabhängigkeitsbewegung geworden war. Seiner politischen Haltung in der Zeit des Risorgimento und seiner kritischen Distanz zum Vatikan fühlte sich Verdi sehr verbunden. Die Messa ist denn auch Manzoni gewidmet.

Programm

Giuseppe Verdi
Messa da Requiem

Termin(e): 04.12.2016 ab 17:00 Uhr
05.12.2016 ab 19:30 Uhr
Ort

Opernhaus Hannover

  • Opernplatz
  • 30159 Hannover
Preise:
Eintritt 22,50 € – 62,00 €
Vorverkauf:

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