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CinemaxX-Großkinos

Mit der Eröffnung des ersten CinemaxX-Kinos am 8. März 1991 in der Nikolaistraße nahe der Innenstadt von Hannover begann auch hierzulande die Ära der Multiplex-Kinos. In den USA waren die großen Kinopaläste mit mehreren Sälen, in denen gleichzeitig verschiedene (lat. multiplex) Filmprogramme auf überdimensionalen Leinwänden gezeigt werden konnten, längst bekannt. Der hannoversche Kinobetreiber Hans-Joachim Flebbe war der erste, der dieses Kino-Konzept in ganz Deutschland erfolgreich etablierte.

Rasanter Aufstieg vom Film-Fan zum Kino-König

Während seines Studiums der Betriebswirtschaft Mitte der 1970er Jahre jobbte Hans-Joachim Flebbe als Programmgestalter des kleinen "Apollo"-Kinos auf der Limmerstraße im Stadtteil Linden, verdiente sich einen guten Namen und etwas Geld und eröffnete 1977 mit den "Kino am Raschplatz" gegenüber vom Hauptbahnhof sein erstes eigenes Lichtspielhaus in Hannover. In den achtziger Jahren übernahm er bereits schlecht laufende Traditionskinos in anderen Städten (unter anderem das "Holi" in Hamburg und die "Lupe"-Kinos in Berlin und Braunschweig) und machte sie wieder rentabel. 1991 schließlich geht in Hannover das erste CinemaxX in Deutschland an den Start – Popcorn-Kino im amerikanischen Stil mit zehn riesigen Sälen, Wasserfall und Hollywoodstars zu Gast bei Filmpremieren.

Sein zweites CinemaxX eröffnet Flebbe noch im gleichen Jahr in Essen (mit insgesamt 16 Sälen und 5.300 Plätzen heute noch immer das größte Multiplex-Kino in Deutschland), im zweiten CinemaxX in Hannover wurden am 14. Dezember 2000 am Raschplatz direkt gegenüber Flebbes erstem eigenen Kino die ersten Filme gezeigt. Laut Wikipedia kamen in den Kinoboom-Jahren zudem im europäischen Ausland einige CinemaxX Kinos hinzu – unter anderem 1998 in der türkischen Hauptstadt Ankara, im Jahr 2000 in Emmenbrücke im Schweizerischen Kanton Luzern sowie in Barcelona und in den dänischen Städten Aarhus, Kopenhagen und Odense. Zeitweilig gab es allein in Deutschland 40 CinemaxX-Kinos. Das mittlerweile in Hamburg ansässige Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben derzeit (Stand: November 2015) noch 33 Kinocenter an 29 Standorten in Deutschland und Dänemark, alle anderen "Auslandsvertretungen" wurden zwischenzeitlich wieder verkauft.

Kurswechsel nach 20 Jahren deutscher Kino-Geschichte

Am 30. September 2008 gibt Hans-Joachim Flebbe nach internem Richtungsstreit die Unternehmensführung ab und wechselt in den Aufsichtsrat der CinemaxX-Gruppe, aus dem er bereits am 21. Januar 2009 ausscheidet und damit den 1989 von ihm und den Medienunternehmern Rolf Deyhle und Bodo Scriba gegründeten Kino-Konzern endgültig verlässt. 2012 kauft Flebbe sein Ur-CinemaxX in der hannoverschen Nikolaistraße und will den Mietvertrag nur verlängern, wenn die Miete künftig zu einem Festpreis und nicht mehr gemessen am Umsatz bezahlt wird. Das lehnt die neue CinemaxX-Führung ab und am 1. August 2013 gehen im ersten Multiplex-Kino Deutschlands endgültig die Lichter aus.

Neustart als Astor Grand Cinemax

Aber nur für kurze Zeit, denn nach über einem Jahr Leerstand erstrahlt dieses Kino nach aufwändigem Umbau in neuem Glanz: am 3. Dezember 2014 startet Hans-Joachim Flebbe mit dem "Astor Grand Cinema" wieder von Hannover aus in eine neue Kino-Ära – diesmal mit Deutschlands größtem Premium-Kino im Stil eines traditionellen Filmtheaters mit zehn Sälen für bis zu 2.200 Zuschauer, Ledersessel mit variabler Rückenlehne und viel Beinfreiheit zwischen den Sitzreihen, Logen mit Fußhockern, Bedienservice, Garderobe, exklusivem Lounge-Bereich sowie innovativer Leinwand- und Soundtechnik.