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Foto: Der Bonsaigarten in Hannover. © Matthias Kothe

Der Bonsaigarten in Hannover.

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Bonsaigarten Hannover

Fernöstliche Gartenkunst und Entspannung bietet der rund 1.250 Quadratmeter große Bonsaigarten in der Nähe vom Mittelland-Kanal im Stadtteil Misburg. Bonsai-Liebhaber können sich in aller Ruhe über die Vielfalt der ästhetisch geformten Zwergbäume informieren und bei einer Tasse Kaffee im liebevoll angelegten Japanischen Garten Kurzurlaub vom Alltag machen.

Asiatische Oase im Hinterhof

Von der Straße in dem ruhigen Misburger Wohngebiet weist nur ein großes Schild den Weg zum einzigen privaten Bonsaigarten in Hannover. Der gelernte Florist und examinierte Bonsai-Gestalter Walter Szymczak hat ihn im Sommer 2006 vor seinem Haus im Hinterhof angelegt, mit Gewächshaus nebenan und einem Verkaufsraum davor. Rund 300 sehr kleine und auch erstaunlich große Freiland-Exemplare dieser kunstvoll getrimmten, wetterfesten Bäumchen stehen draußen dekorativ im Kiesbett oder auf schlanken Säulen und Ständern. Noch einmal so viele Zimmerbonsai sind es drinnen im 75 Quadratmeter großen Gewächshaus. Seite an Seite steht dort eine immergrüne Banyanfeige neben einer weißblütigen Azalee und einem rotblättrigen Ahorn – gerade so nah beieinander, wie es ihre Äste und Blätter erlauben.

Kunst am Baum

Das japanische Wort "Bonsai" besteht aus den beiden Teilen "Bon" für Schale und "Sai" für Pflanze, wie Walter Szymczak immer wieder gern erklärt, und meint soviel wie "Anpflanzung in der Schale". Bonsai ist also die geduldige Kunst, bestimmte in der freien Natur mehrere Meter hoch wachsende Laub- und Nadelbäume so zu kultivieren, dass sie in ein geeignet großes Gefäß passen. Dabei wird das Bäumchen durch ständiges Beschneiden seiner Äste, Blätter und Wurzeln klein gehalten, während Drähte es künstlich in die gewünschte Form wachsen lassen. Entstanden ist diese spezielle Form der Gartenkunst in China, erzählt Walter Szymczak, perfektioniert jedoch wurde sie in Japan. Besonders geeignet für diese filigrane Kunst am Bäumchen sind kleinblättrige Ahornarten, Buchen, Fichten, Kiefern oder Tannen, auch Eichen und Sträucher wie Rhododendren oder Quitten lassen sich gut zu Bonsais modellieren. "Mittlerweile geht der Trend aber mehr in Richtung heimische Gehölze wie Lärche, Linde oder Eibe", verrät Walter Szymczak. "Diese Baumarten wachsen ja hierzulande und müssen nicht erst für viel Geld importiert werden."

Mit Schere, Draht und etwas Geduld zur Perfektion

Wichtig ist ein harmonisches Verhältnis von Schale, Wurzelansatz, Stamm, Ästen und Blättern. Die besondere Kunst liegt darin, den Bonsai so aussehen zu lassen, als würde er wie sanft vom Wind gebeugt aufwachsen. Um das zu erreichen, müssen die Wurzeln und Zweige der Zwergbäume regelmäßig behutsam gestutzt werden. In seinem Bonsai-Shop verkauft Walter Szymczak das dafür benötigte Spezialwerkzeug wie kleine Ast-, Blatt- und Drahtscheren, Konkav-Zangen (für den runden Astschnitt am Baumstamm), Pinzetten, Aluminiumdraht und geglühter Kupferdraht für die Formgebung, ungedüngte Zuchterde und organischen Dünger aus Japan, Bims- und Lava-Substrate zum Umtopfen der Gewächse, gebrannte Tonschalen in zahlreichen Farben, Formen und Größen, Präsentationstische und asiatische Keramikfiguren sowie Bonsai-Fachbücher.

Auf der eigenen Homepage gibt es neben einem ausführlichen Brevier zu den unterschiedlichen Bonsai-Stilen und nützlichen Pflegeanleitungen auch einen Onlineshop. Außerdem wird ein Service für die Ferienzeit und zur Überwinterung im hofeigenen Gewächshaus sowie für das Umtopfen und Beschneiden angeboten.

Veranstaltungstipp

Tag der offenen Tür am 28. und 29. Mai 2016 jeweils von 10 bis 18 Uhr mit Demonstrationen zur professionellen Bonsai-Gestaltung, Pflegeberatung, Verkauf, Kinderprogramm und selbst gemachten Leckerbissen.

Ladenansicht © Matthias Kothe

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