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Kunstverein

Kunstverein Hannover

Er zählt zu den ältesten und renommiertesten Kunstvereinen und widmet sich der Ausstellung, Vermittlung und Förderung aktueller Kunst.

Gegründet wurde der Kunstverein Hannover 1832 von einem Zusammenschluss engagierter Bürger zur "Beförderung der bildenden Künste durch Verbreitung der Teilnahme für dieselben und durch Aufmunterung und Unterstützung der Künstler", wie es damals in der ersten Satzung hieß.

Bis heute bildet das bürgerschaftliche Engagement mit einem von den Mitgliedern gewählten ehrenamtlichen Vorstand und Beirat, aber auch das Engagement privater Förderer und ehrenamtlicher Mitarbeiter die tragende Struktur des Vereins. Die rund 1.200 Mitglieder – Tendenz steigend – verankern den Kunstverein fest in der Kulturszene Hannovers und Niedersachsens und stellen die Basis für seine Tätigkeit dar.

International beachtetes Ausstellungshaus

Seiner Aufgabe und Gründungsidee ist der Verein treu geblieben, auch wenn man sie heute als "Ausstellung, Förderung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst" bezeichnen würde. Verändert haben sich allerdings Form und Umfang des Programms des Kunstvereins. Mittlerweile ist aus ihm ein international agierendes und beachtetes Ausstellungshaus geworden. Die Ausstellungen und Publikationen des Kunstvereins Hannover bilden einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der internationalen zeitgenössischen Kunst. Die jährlich vier bis sechs Einzel- und Gruppenausstellungen einer jungen Künstlergeneration werden größtenteils für die Räume des Kunstvereins neu entwickelt. Aktuelle internationale Entwicklungen werden in monografischen Präsentationen oder thematischen Zusammenhängen präsentiert. Auch der regionalen Kunstszene ist der Kunstverein Hannover seit seinen Anfängen verpflichtet. So lenkt die traditionelle alle zwei Jahre stattfindende "Herbstausstellung" den Blick auf die Kunstszene Niedersachsens und Bremens.

Atelierstipendien für Künstler

Geprägt haben die Ausstellungen des Kunstvereins Hannover stets auch seine Räume im Künstlerhaus Hannover in Hannovers Stadtmitte, wo er bereits seit 1856 ansässig ist. Sie wurden beim Bau des Künstlerhauses 1856 so für den Verein konzipiert und finden bei Besuchern und Künstlern aus der ganzen Welt immer wieder Bewunderung. Der Erhalt der Ausstellungsräume mit den zwei charakteristischen Oberlichtsälen ist einzigartig in Deutschland.

Die Tätigkeiten und Angebote rund um die Ausstellungen des Kunstvereins sind über die fast 200 Jahre wesentlich gewachsen. Seit Anfang der 1980er Jahre ist im Bereich der Künstlerförderung ein Stipendienprogramm hinzugekommen: Seit 25 Jahren engagiert sich der Kunstverein Hannover mit dem "Preis des Kunstvereins – Atelierstipendium Villa Minimo" auch in der Förderung der zeitgenössischen niedersächsischen Kunst. Der alle zwei Jahre verliehene Preis umfasst ein zweijähriges und zwei einjährige Atelierstipendien im Atelierhaus des Kunstvereins, der "Villa Minimo", die mit einer Ausstellung im Kunstverein und einer Publikation abschließen.

Programm für Kunstinteressierte wie Kunstkenner

Der Bereich der Vermittlung wurde insbesondere in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Das Programm richtet sich ebenso an Gelegenheitsbesucher wie an Fachpublikum. Verschiedene Angebote begleiten die Ausstellungen und haben die Beförderung eines Verständnisses zeitgenössischer, künstlerischer Fragestellungen und Themen in einer breiten Öffentlichkeit zum Ziel.

Neben den regelmäßigen Führungen, der Kunstmittagspause "Augenschmaus" oder dem Angebot der "Talking Labels", bei dem Mitarbeiter des Kunstvereins als "sprechende Titelschilder" den Besuchern für Fragen zu oder Gespräche über die einzelnen Arbeiten in der Ausstellung zur Verfügung stehen, bieten thematisch abgestimmte Vorträge, Filmprogramme oder Diskussionen eine Hinführung zur aktiven Auseinandersetzung mit der Kunst.

Projekte für Schüler und Klassen

Mit "Kunst im Kontext" bietet der Kunstverein darüber hinaus ein breit gefächertes Programm speziell für die künstlerische Sensibilisierung von Schülern und Schulklassen an. Offene Angebote an Wochenenden und in den Ferien im Rahmen des Jugendprogramms "Youth-uP" ermöglichen eine nachhaltige Bindung des jungen Kulturpublikums über die Schulprojekte hinaus. Und jüngste Einsteiger ab fünf Jahren können gemeinsam mit einer Künstlerin im Rahmen der "Kunsttauchkurse" die Welt der Kunst erleben.

Quelle: Kunstverein Hannover

Außenansicht Künstlerhaus Hannover am Abend beleuchtet
© Raimund Zakowski, Quelle: Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG) © © Raimund Zakowski, Quelle: Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG)