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Eingangsfassade: Museum August Kestner © MAK

April 2017
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Präsentationsreihe

Jahrhundertmünze

Wenn eine Münze die Geschichte ihrer Entstehungszeit emblematisch widerspiegelt, wird sie im Museum August Kestner zur Jahrhundertmünze und im Erdgeschoss des Museums präsentiert.

Die Münze des 3. Jh. n. Chr.

Die Münze des 3. Jh. n. Chr. lenkt den Blick auf eines von vier Großreichen der damals bekannten Welt: Das Römische Reich, die persischen Sassaniden und das alte China teilten sich die Weltbühne mit den Kushan. Diese sind aus einem chinesischen Clan hervorgegangen, und eroberten im 2. Jh. n. Chr. Teile des heutigen Nordindien und Afghanistan. Dabei unterwarfen sie zahlreiche Völker, von denen einige griechisch geprägt waren, z. B. die Baktrier.

Die Vorderseite der Münze im Museum August Kestner zeigt den kushanischen Großkönig Vasudeva I. in aufwändiger Tracht (reg. ca. 190-225 n. Chr.). Mit der rechten Hand opfert der König über einem Altar. In griechisch-baktrischer Schrift erscheint sein Name als Umschrift.

Die Rückseite dürfte den hinduistischen Gott Shiva meinen. Sein Unterkörper ist bekleidet. Er hält links ebenfalls einen Dreizack und rechts eine Girlande. Der in der hinduistischen Religion dem Shiva zugeordnete Bulle Nandi steht hinter ihm.

Wiederum in griechischer Schrift ist OESHO beigeschrieben, was als baktrischer Name des Shiva gedeutet wird. Allerdings gibt es bezüglich der Kushan-Religion und -Kultur noch zahlreiche Unsicherheiten. Auch die Datierung dieses Weltreiches ist noch nicht gesichert.

Eingangsfassade: Museum August Kestner © MAK