Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Eingangsfassade: Museum August Kestner © MAK

April 2017
4.2017
M D M D F S S
27 28 29 30 31 1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
Heute | Wochenende | kostenlos | Suche

Zuletzt aktualisiert:

Sonderausstellungen

Palmyra. Was bleibt? Syriens zerstörtes Erbe

Syrische Kultur im Spiegel der Jahrhunderte. Die Ausstellung zeigt rund 20 Zeichnungen des französischen Künstlers, Archäologen und Architekten Louis-François Cassas (1756–1827), die er im Jahre 1785 in Palmyra anfertigte.

Die einzigartigen Monumente der Ruinenstadt Palmyra, seit 1980 UNESCO-Welterbe, faszinieren seit Jahrhunderten. Touristen wie Wissenschaftler bewunderten die durch Römer, Griechen und Perser geprägte Kultur – bis der sogenannte "Islamische Staat" das Weltkulturerbe zerstörte. Vor dem Hintergrund dieser katastrophalen Situation stellt sich die Frage "Palmyra – Was bleibt?".

Die Ausstellung zeigt rund 20 Zeichnungen des französischen Künstlers, Archäologen und Architekten Louis-François Cassas (1756–1827), die er im Jahre 1785 in Pamyra anfertigte. Seine Arbeiten spiegeln noch heute auf atemraubende Weise die einstige Schönheit und Faszination der antiken Monumente wider. Der Schwerpunkt liegt auf dem berühmten Baal-Tempel, einem der wichtigsten religiösen Bauwerke im ersten Jahrhundert nach Christus im Nahen Osten.

Neben ihrem dokumentarischen Wert besitzen die präzisen Zeichnungen von Cassas auch einen hohen ästhetischen Wert. Die vor Ort entstandenen Bauaufnahmen und rekonstruierenden Perspektivzeichnungen sind heute wichtige Originalquellen, die von der Schönheit und architektonischen Faszination der antiken Stadtanlage berichten. Sie sind einmalige Zeugnisse einer – besonders nach dem Wirken des IS – unwiderruflich für die Menschheit verlorengegangenen Kunst- und Kulturepoche.

Daneben zeigt die Ausstellung moderne Fotografien aus dem heutigen Palmyra, die die Zeichnungen Cassas‘ spiegeln bzw. kontrastieren.

Objekte syrischer Sachkultur von der Antike bis in byzantinische Zeit sowie Leihgaben ergänzen die Schau:

  • Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln
  • Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung/Ephesosmuseum
  • Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
  • Staatliche Museen Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Münzkabinett
  • Atelier Dieter Cöllen, Wesseling

Kooperation mit Sky Arts

Der kostenpflichte Fernsehsender Sky Arts HD hat am 19. März in Deutschland und Österreich erstmals die brandaktuelle Dokumentation "Palmyra - Aus Asche auferstanden" gezeigt, die in verblüffender Weise das Thema der derzeitigen Sonderausstellung aufnimmt. Die Dokumentation ist zwar auch auf Sky Go und Sky On Demand zu sehen, aber für alle, die Sky nicht abonniert haben, wird die Dokumentation exklusiv und dank einer unkomplizierten Kooperation mit Sky nun auch im Rahmen der Ausstellung im Museum August Kestner gezeigt, täglich in einer Dauerschleife. Mit der deutschen Synchronstimme von Schauspieler Kostja Ullmann erzählt der brisante Film von der ikonoklastischen Zerstörung antiker Kulturgüter durch den sogenannten Islamischen Staat in Syrien und Irak, darunter der Baaltempel im syrischen Palmyra (seit 1980 UNESCO-Weltkulturerbe), der Palast in Nimrud nahe des irakischen Mossul sowie die antike Stätte Ebla (nahe Aleppo). Mit der Zerstörung von antiken Statuen, Monumenten und Ausgrabungsstätten wollen die Extremisten eine Jahrtausende alte Geschichte und Kultur auslöschen. Namhafte Experten erklären in "Palmyra – Aus Asche Auferstanden" die historische Bedeutung von Palmyra, Nimrud und Ebla und warum Kulturgüter im Zuge von Eroberungskriegen oft gezielt vernichtet wurden, auch in der europäischen Geschichte.

Termin(e): 09.03.2017 bis 09.07.2017
dienstags  donnerstags  freitags  samstags  sonntags 
von 11:00 bis 18:00 Uhr
09.03.2017 bis 09.07.2017
mittwochs 
von 11:00 bis 20:00 Uhr
Ort

Museum August Kestner

  • Trammplatz 3
  • 30159 Hannover
Preise:
Kinder bis 5 Jahre frei
Kinder bis 5 Jahre 03,00 €
Erwachsene 05,00 €
Familienkarte (bis zu 2 Erw. und 3 Kinder) 14,00 €
Schulgruppen (pro Schüler/in) 03,00 €

Eröffnung der Ausstellung: Mi 08.03.2017, 18:30 Uhr