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Ratgeber

Ausstellungskooperation

Landesmuseum verleiht Kunstwerk

Für die Ausstellung "Der Schein" stellt das Landesmuseum Hannover der kestnergesellschaft mit dem Niedersächsischen Meister (um 1420) ein herausragendes Werk seiner Mittelalter-Sammlung als Leihgabe zur Verfügung.

Bei dem Niedersächsischen Meister handelt sich um ein sogenanntes Diptychon, ein zweiteiliges Tafelbild mit beidseitig bemalten Flügeln und aufwendiger Vergoldung aus hauchdünnem Blattgold. Das Ausstellungshaus in der Goseriede wird dem spätmittelalterlichen Ausstellungsstück im Rahmen der Gruppenausstellung "Der Schein | Glanz, Glamour, Illusion" Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler gegenüberstellen.

Niederächsisches Archälogieprojekt

Anlass der Ausstellung in der kestnergesellschaft ist die im Landesmuseum stattfindende Ausstellung "Im goldenen Schnitt", in der die spektakulären Funde, die auf der Trasse des Nordeuropäischen Erdgasleitung gemacht wurden, erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert werden. Zeitgleich geht in der kestnergesellschaft die Ausstellung "Der Schein | Glanz, Glamour, Illusion" der Idee von Glanz und Perfektion und ihrer Täuschung in der zeitgenössischen Kunst nach.

Eintrittskartenkooperation

Die kestnergellschaft und das Niedersächsiche Landesmuseum haben sich zu einer Eintrittskartenkooperation entschlossen: Besucher der Ausstellungen »Im Goldenen Schnitt« und »Der Schein | Glanz, Glamour, Illusion« erhalten in der Zeit vom 23. August bis 3. November 2013 mit ihrer Eintrittskarte ermäßigten Eintritt in die jeweils andere Ausstellung.

Zur Leihgabe:

Objekte wie der Niedersächsische Meister, Andachtsbilder genannt, unterstützten den mittelalterlichen Betrachter beim häuslichen Gebet und vergegenwärtigten ihm zentrale Glaubensinhalte. Dargestellt sind auf der jüngst restaurierten Innenseite des Diptychons Christus als Schmerzensmann, der seiner Mutter Maria begegnet, und die Kreuzigung. Die Außenseiten nehmen ein Heiliger Eremit und die Verkündigung an Maria ein. Geschaffen wurde die kleinformatige Preziose um 1420 von einem niedersächsischen Meister. Zum Eindruck erlesener Kostbarkeit trägt ganz wesentlich die aufwendige Vergoldung mit hauchdünnem Blattgold bei, das die Farben der Malerei zum Leuchten bringt. Der Goldgrund in der mittelalterlichen Malerei hat verschiedene Deutungen erfahren, häufig im Sinne eines Lichtmetaphorik, d. h. als Abglanz des Göttlichen. Die mit kleinen Motivstempeln ausgeführten Verzierungen der Vergoldung des hannoverschen Diptychons (sog. Punzierungen) jedoch legen eine andere Lesart nahe: Diese aus der Goldschmiedekunst übernommenen Techniken unterstreichen vielmehr den materiellen Charakter des Goldes. So erscheint das Tafelbild als virtuose Imitation einer kostbaren Goldschmiedearbeit.