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Sammlungsgeschichte

Die Städtische Kunstsammlung

Die Landeshauptstadt Hannover verfügt aufgrund einer reichen und langjährigen Sammlungsgeschichte über umfangreiche Bestände verschiedener Kunstgattungen und Epochen.

Ehemalige "Städtische Galerie" © LHH

Ehemalige "Städtische Galerie"

Die Sammlung der Landeshauptstadt Hannover umfasst sowohl das Kunstgewerbe und die Numismatik als auch Gemälde, Grafiken und Skulpturen aus der Zeit der Antike, dem Altertum Ägyptens, des Mittelalters und der Renaissance bis hin in die Neuzeit und die Moderne.

Die Enstehung der städtischen Kunstsammlung

In ihrer Geschichte wurden die städtischen Sammlungsbestände über das im Jahr 1889 gegründete Museum August Kestner erworben. Die Sammlungen Bildender Kunst wurden in der Städtischen Galerie vereinigt, die mit Wiedereröffnung der Landesgalerie Hannover nach dem zweiten Weltkrieg dort ausgestellt wurden. Mit Gründung des Sprengel Museum Hannover im Jahr 1979 wurde die Kunst des 20. Und 21. Jahrhunderts an den neuen Standort überführt, während die Werke der früheren Epochen in der Landesgalerie verblieben.

In Reaktion auf die während der Zeit des Nationalsozialismus erfolgte Beschlagnahme bedeutender Bildwerke der klassischen Avantgarde, aber auch durch Auslagerung und Kriegseinwirkung erlittenen Verluste, wurden im Zuge des kulturellen Wiederaufbaus nach 1945 die städtischen Sammlungsbestände wieder ergänzt.

Wiederaufbau der Städtischen Galerie nach 1945

1949 wurde unter Federführung des Direktors der Landesgalerie Dr. Ferdinand Stuttmann die Erwerbung von über 100 Werken moderner Kunst aus Vorbesitz des Sammlers Dr. Conrad Doebbeke für das Kestner-Museum getätigt. Im Jahr 1969 erhielt die Landeshauptstadt Hannover die großzügige Schenkung des Industriellen Dr. Bernhard Sprengel und seiner Frau Margrit von bedeutenden Werken moderner Kunst, die beide seit 1937 zu sammeln begonnen hatten. Herausragende Beispiele sind die künstlerischen Arbeiten von Emil Nolde. Auch mit eigenen und weiteren Stiftungsmitteln wurde die Städtische Galerie mit Werken der Kunst des 20. Jahrhunderts seither erweitert. Mit diesen Initiativen wurde ein Grundstein für eine aktive Sammeltätigkeit gelegt, die bis heute andauert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wollte man an die Jahre des kulturellen Renommees der Stadt aus den Jahren von vor 1933 anknüpfen, als Hannover unter dem amtierenden Stadtdirektor Heinrich Tramm (1854–1932) und der städtischen Galerie als auch durch die rege Kestner-Gesellschaft als bedeutsames Zentrum für die Förderung moderner Kunst gelten konnte.

Hannover als Zentrum der Moderne in den 1920er Jahren

Hierzu hatte die rege Ausstellungstätigkeit der Kestner-Gesellschaft von heute namhaften Künstlern der Moderne wie Max Beckmann, James Ensor, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Max Liebermann, El Lissitzky, Laszlo Moholy-Nagy oder Kurt Schwitters beigetragen, für die seit 1916 mit seinem Gründungsdirektor Dr. Paul Erich Küppers (1890–1922) und seiner Ehefrau Sophie (1891–1978) sowie weiteren Förderern das Fundament gelegt worden war.

1926 mündete die nachhaltige Förderung zeitgenössischer Kunst in der Einrichtung des Abstrakten Kabinetts von El Lissitzky im ehemaligen Provinzialmuseum unter Dr. Alexander Dorner (1893–1957).

1936 hatte die Kestner-Gesellschaft auf Druck der Nationalsozialisten schließen müssen. 1946 konstituierte sie sich unter der Leitung von Dr. Alfred Hentzen neu und eröffnete im November 1948 an neuer Adresse ihre Räume mit einer Retrospektive zu Emil Nolde, für die Dr. Bernhard Sprengel zahlreiche Leihgaben aus seiner Sammlung zur Verfügung stellte. Zahlreiche Erwerbungen der städtischen Kunstsammlung gehen auf die historischen Aktivitäten der Kestner-Gesellschaft wie auch des Hannoverschen Kunstvereines zurück.

Die städtische Sammlung in den Museen

Durch eine eng mit der damaligen Provinz Hannover und mit dem Land Niedersachsen gewachsene Historie gemeinsamen Kunstsammelns und gemeinsam getroffener Übergabevereinbarungen sind die städtischen Sammlungsbestände heute nach inhaltlichen Schwerpunkten auf folgende Museen in Hannover verteilt: