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Zwei Frauen und rechts und links von ihnen jeweils ein Mann auf einer Kaliabraum-Halde. Sie halten drei Exemplare einer neuen Veröffentlichung in die Kamera. © Region Hannover

Frank-Mickel, Michaela Mäkel, Bianca Richter-Harm und Wolfgang Buntrock (v. l. n. r.)

Bergbühne-Empelde

Vom Salzberg zum Waldberg

In Wort und Bild festgehalten: Eine neue Broschüre zeigt, was zwischen "Himmel und Halde" möglich ist.

Auf einer ehemaligen Kaliabraumhalde in Ronnenberg ist in luftiger Höhe eine der schönsten Kulturstätten in der Region Hannover zuhause: die Bergbühne Empelde – betrieben vom gleichnamigen Verein. Wenn am Samstag (9.8.14) dort der Balafonvirtuose Mamadou Diabate sein Publikum mit west-afrikanischen Rhythmen zum Tanzen bringt, findet die Reihe der außergewöhnlichen Kunst- und Kulturerlebnisse, die der künstliche Berg seit 1985 erlebt hat, ihre Fortsetzung.

In Wort und Bild festgehalten

In einer neuen Broschüre sind die Happenings, Land-Art-Events, Ausstellungen und Konzerte zwischen "Himmel und Halde" – so der Titel der Veröffentlichung - in Wort und Bild festgehalten: von der Kunst-Trilogie "Claims" über Kai Karawahns Feuer-Performance "BergZünFonie" bis hin zu den sommerlichen Besteigungen des "Mont Ventoux". Nachzulesen ist auch, wie sich der Salzberg zum Waldberg wandelte, der auch immer wieder von der Gartenregion Hannover "bespielt" wird.

Ein ganz besonderer Ort

Die Region Hannover beheimatet mit der rekultivierten und renaturierten Kaliabraum-Halde in Empelde einen ganz besonderen Ort: Nach Stilllegung des Kaliwerks Hansa im Jahre 1973 blieben auf einer Fläche von 12,5 Hektar rund vier Millionen Kubikmeter Produktionsrückstände zurück, die sich weithin sichtbar rund 50 Meter hoch auftürmten. Dieser Ort inspirierte Frank Nickel, den heutigen Geschäftsführer der Erd- und Bauschuttdeponie GmbH (E. u. B.) und seit 2013 in Personalunion 2. Vorsitzender des Vereins Bergbühne Empelde, hier fortan Ungewöhnliches zu inszenieren. Den Anfang machte am 30. Juni 1985 das deutsch-holländisch-österreichische Kunstprojekt "Kanalisation Eins" mit Aktionen, Architektur, Musik und Installationen.

Der Berg heute

Heute ist von dem riesigen weißen Berg nicht mehr viel zu sehen. Die zum größten Teil renaturierte Halde ist zu einem vergleichsweise sanften grünen Hügel geworden. Weil die Rückstandssalze der Halde Gefahren für die Umwelt bargen, wurde schon 1976 mit deren Ummantelung durch die E. u. B. GmbH begonnen. Die Gesellschaft finanziert die Rekultivierung selbst durch den Betrieb einer Erd- und Bauschuttdeponie auf dem Haldengelände. Alle angelieferten Materialien werden auf ihre Wiederverwertbarkeit geprüft. Nur Lehmboden- und ziegelbauschuttartige Materialien werden direkt in den Deponiekörper eingebaut. Dadurch sind Terrassen entstanden, die Pflanzen und Tiere Lebensraum bieten und aber auch viel Platz für die Kultur: Seit fast 30 Jahren gibt es auf dem Plateau, an den Flanken oder auf der Bühne temporäre Kunst- und Kultur-Aktionen. Auch Musikerinnen und Musiker zieht es immer wieder auf den grünen Berg bei Hannover. Die Krautrock-Legenden Kraan waren hier ebenso schon live zu erleben wie der Kammerchor Brandenburg, die Berlin-Punks Dead Chickens oder Peter Heins Fehlfarben.

Vom Eingang bis zur Bühne ein Erlebnis

Schon der Weg vom Eingang des Betriebsgeländes bis zur Bergbühne ist für die Besucherinnen und Besucher ein Erlebnis: Ein 15-minütiger Spaziergang Weg führt sie vorbei an Kunstobjekten, durch grüne Wiesen, über Waldwege, entlang an einem kleinen Weinanbaugebiet, auf 130 Meter Höhe und zu einer grandiosen Aussicht auf die Region Hannover. Für die Macher des Masala Weltbeat Festival, die in diesem Jahr mit ihrem "Afrikanischem Fest" erstmals auf der Bergbühne zu Gast sind, ist es "einer der ungewöhnlichsten Orte, die man in Hannover entdecken kann".

Abschluss der Renaturierung

Die vollständige Renaturierung der Halde und damit auch die Nutzung als Deponie werden voraussichtlich im Jahre 2020 abgeschlossen sein. Was bleiben wird, ist der neu geschaffene "Waldberg" als Veranstaltungsort, der mit der Bergbühne-Empelde e. V. ein dauerhaftes Freizeitangebot für die Menschen der Region bietet.

Broschüre erhältlich

"Himmel und Halde – von der Abraumhalde zur Bergbühne-Empelde e.V."

Herausgeber: Bergbühne Empelde e.V. mit Unterstützung der Gartenregion Hannover

Redaktion und Texte: Bianca Richter-Harm

Schutzgebühr: 10 Euro

Erhältlich bei: E. u. B. GmbH, Hansastraße 55A, 30952 Ronnenberg

Weitere Informationen

www.bergbuehne-empelde.de

www.gartenregion.de