Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Veranstaltungen

Dezember 2016
12.2016
M D M D F S S
28 29 30 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1
Heute | Wochenende | kostenlos | Suche

Top-Services

Multimedia-Portal

Das Portal wissen.hannover.de richtet sich an alle, die sich für Themen aus der Wissenschaft interessieren.

Ratgeber

Im Westen der Stadt

Hinüberscher Garten

Der Hinübersche Garten in Marienwerder zählt zu den frühesten Landschaftsparks in Deutschland.

Blick in den Hinüberschen Garten, auf einer Parkbank sitzen zwei Personen © LHH

Der Hinübersche Garten lädt auch zum Verweilen ein

Der Hinübersche Garten in Marienwerder zählt, wie die Wörlitzer Anlagen oder Goethes Park an der Ilm in Weimar, zu den frühesten Landschaftsparks in Deutschland. Im Rahmen des EXPO-Projektes "Stadt als Garten" konnte die Parkanlage, die im Gegensatz zu anderen Parks nie umgestaltet wurde, nach historischem Vorbild wieder hergerichtet werden.

Der 40 Hektar große Park am Kloster Marienwerder wurde um 1766 vom damaligen Amtmann des Klosters, Jobst Anton von Hinüber, nach englischen Vorbild angelegt.

Von Hinüber strebte, wie damals auch in England üblich, eine harmonische Einheit von schön gestalteter Landschaft und landwirtschaftlicher Nutzung an. In einer reizvollen Balance von Park, Wald, Wasser, Wiesen und Feldern hat der Hinübersche Garten noch heute eine besondere Ausstrahlung. Darüber hinaus hat er eine erhebliche Bedeutung für den Naturschutz und ist Teil des "Grünen Ringes".

Um die ursprünglichen Gestaltung des Gartens wieder stärker sichtbar zu machen wurden zahlreiche Arbeiten durchgeführt. So wurden nach Rodungsarbeiten im Bereich des Gartens am ehemaligen Amtmannshaus im Bereich des Teiches und des Hexenturmes Blickachsen wieder hergestellt. Der Amtmannsgarten wurde mit Zierpflanzen wie Winterlingen, Blausternen und Schneeglöckchen bepflanzt. Auch der Teich wurde umgestaltet: An einem neu angelegten Weg wurden Weißdorn, Eiben, Flieder, Rosen, Heckenkirsche und Schneeball sowie blühende Stauden und Farne gepflanzt.

Der "Hexenturm", eine künstlichen Ruine aus der Zeit der Entstehung des Parks, ist nun über einen neuen Weg von der Leine aus zu erreichen, außerdem erhielt er eine Aussichtsplattform. Darüber hinaus wurden die vorhandenen Wege im Hinüberschen Garten erneuert. An besonders schönen Aussichtspunkten wurden Bänke zum Verweilen aufgestellt.

Heute können BesucherInnen auf fast allen alten Wegen durch die abwechslungsreiche Anlage spazieren und viel vom alten Zauber des Parks spüren.

Eine ideale Begleitung beim Spaziergang durch den Garten ist die Broschüre "Der Hinübersche Garten", die der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün herausgegeben hat. Sie vermittelt anschaulich die interessante Geschichte und enthält viele wissenswerte Details zu einzelnen Bereichen des Landschaftsgartens.

Darüber hinaus gibt es Informationen zum Kloster Marienwerder, das nach Anmeldung besichtigt werden kann, und Angaben zur regionalen Anbindung des Parks an den Grünen Ring.

Die Broschüre ist beim Fachbereich Umwelt und Stadtgrün in der Langensalzastr. 17 erhältlich. Sie steht auch als PDF-Datei zum Herunterladen bereit:

Für die Betreuung verantwortlich:

Fachbereich Umwelt und Stadtgrün