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Der Wietzepark

Roter Sand und Raseneisenstein

Die Besonderheiten des Bodens

Bei einem Spaziergang entlang der Wietze kann man große, etwas tiefer liegende Flächen mit rötlicher Färbung entdecken: die sogenannten Offenbodenbereiche. Hier wurde der nährstoffreiche Oberboden abgetragen und der in einer Tiefe von 7 - 10 Metern liegende rötliche Sand freigelegt. Darunter befindet sich eine weitere, gröbere Sandschicht in einer Stärke von etwa 1 - 6 Metern. Dann folgt eine eiszeitliche Kiesschicht, die bis in eine Tiefe von 30 Metern reicht.

Die im Wietzepark geschaffenen Offenbodenbereiche stellen Ersatzlebensräume für Tier- und Pflanzenarten dar, die sich bevorzugt auf nährstoffarmen, teilweise trockenen Sandböden, zum Beispiel Sandtrockenrasen, ansiedeln.

Die rötliche oder gelbbräunliche Färbung des hier offengelegten Sandes verweist auf den hohen Eisengehalt des Materials. Dieser war verantwortlich für die Entstehung von Raseneisenstein in den Böden der Wietzeaue. Im Schwankungsbereich des eisenhaltigen Grundwassers, das die Sande durchströmte, fielen bei Kontakt mit dem Sauerstoff der Bodenluft Eisen- und Manganverbindungen aus. Diese bildeten den Raseneisenstein, der gesteinsbrockenartig im Boden zu finden ist. Teilweise bildet er sogar bankartige, wasserundurchlässige Schichten bzw. sogenannte Bodenhorizonte. Für die Gemeinde Isernhagen war das Vorkommen von Eisen sogar Namens gebend: „Eisernhagen“. Raseneisenstein wurde sowohl in Isernhagen als auch in Langenhagen zum Bau von Kirchenaußenmauern verwendet.