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"könig, Kiepe, Kunstlicht"

Route 3 - Von Völksen nach Bad Münder

Jagdschloss Springe

 

Streckenlänge: 18,5 km

Zwischen Völksen und Bad Münder streift der Deisterkreisel den Kleinen Deister. Hier bietet der Saupark mit dem Wisentgehege eine tolle Gelegenheit, seltene Wildtiere in natürlicher Umgebung zu erleben. Bevor es dann durch die Deisterpforte auf die Westseite des Deisters nach Bad Münder geht, lädt Springe mit seiner historischen Altstadt zur Entdeckungstour ein.

Völksen, eines der ältesten Dörfer in der Region Hannover, entstand bereits während der sächsischen Ausbauperiode (500 bis 800 n. Chr.). Der Ort hat durch die Dorferneuerung an Charme gewonnen. Rund um die Kirche, die aus dem 17. Jahrhundert stammt, erinnern schmale Kopfsteinstraßen an das alte Dorfbild. Eine gute Adresse für an zeitgenössischer Kunst Interessierte ist der Hermannshof.
Das mittlerweile 90 Hektar große Wisentgehege wurde 1928 eingerichtet, um die vom Aussterben bedrohten Wisente zu retten. Das größte Säugetier Europas konnte durch komplizierte Rückzüchtung erhalten werden. In den letzten 50 Jahren hat sich der Wildpark zu einem Refugium für über hundert Tierarten Europas entwickelt, die hier unter naturnahen Bedingungen zu beobachten sind.
Wer sich für innovative Umwelttechniken und erneuerbare Energien interessiert, sollte einen kleinen, aber lohnenswerten Umweg (ca. 2 km) über das Energie- und Umweltzentrum in Eldagsen machen.

Für seine Jagdgesellschaften ließ sich König Ernst August im Saupark das Königliche Jagdschloss errichten. Es wurde 1838 bis 1842 im klassizistischen Stil erbaut. Nach Erweiterungen in der Zeit von 1875-1886 durch Persiusden Jüngeren erhielt das Jagdschloss seine heutige Form im Jahr 1890. Im Erdgeschoss informiert das Museum für Natur – Jagd – Kultur über Lebensweise und Lebensräume einheimischer Tierarten. Außerdem beherbergt das Schloss den Jägerlehrhof, eine Lehr- und Ausbildungsstätte der Landesjägerschaft Niedersachsen.

Springe hat seine Entstehung der günstigen geographischen Lage zu verdanken. Durch den tiefen Sattel zwischen Kleinem und Großem Deister bot sich der Bau einer Verbindungsstraße von Hameln nach Hannover an. Als „Helerspring“ oder „Hellereisprig“ bereits um 1013 urkundlich erwähnt, erhielt Springe im Jahr 1250 die Marktrechte und damit das Recht auf Selbstverwaltung.
Heute präsentiert sich Springe als moderne Stadt der kurzen Wege mit einer Vielzahl von Fachgeschäften und Boutiquen. Die Altstadt mit ihren schön restaurierten Fachwerkbauten, dem  Museum auf dem Burghof mit etwa 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, der gotischen Hallenkirche St. Andreas und vielen Straßencafés ist unbedingt einen Besuch wert.
Der Optiker und Uhrmacher Heinrich Göbel wurde am 20. April 1818 in Springe geboren. Im Jahr 1848 kehrte er der Heimat den Rücken und ließ sich in New York nieder. Jahrelang experimentierte er, um eine dauerhaft und ausreichend Licht gebende Glühlampe zu konstruieren. 1854 brachte er einen verkohlten Bambusfaden in einer luftleeren Eau-de-Cologne-Flasche zum Glühen und die Glühfadenlampe hatte das Licht der Welt entdeckt.
Kurz vor Bad Münder führt die Strecke am Osterberg entlang. Der hier natürlich vorkommende Laubmischwald aus Buchen, Eichen, Eschen und Erlen wurde zum Teil abgeholzt und durch schnellwüchsigere Fichten ersetzt. Im Frühjahr blüht hier ein Meer von Buschwindröschen und lädt zu einer Wanderung ein, bei der man im Waldschlösschen eine Rast einlegen kann.