Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Veranstaltungen

Dezember 2016
12.2016
M D M D F S S
28 29 30 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1
Heute | Wochenende | kostenlos | Suche

Top-Services

Ratgeber

"Von Schlössern und Söltjern"

Route 4 - Von Bad Münder nach Bad Nenndorf_a

Gradierwerk

Streckenlänge: 25 km

Zahlreiche Adelshöfe, Wasserburgen und -schlösser säumen den Deisterkreisel zwischen Bad Münder und Bad Nenndorf. Die beiden Orte, Ausgangs- und Endpunkt dieser Strecke, verdanken ihre Entwicklungden geologischen Schätzen der Region: Seit Jahrhunderten wird die wohltuende Wirkung verschiedener Mineralien für Kuren genutzt.

Bad Münder lädt aufgrund seiner zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu einer Stadtexpedition ein – am besten zu Fuß. Erstmalig um 800 unter dem Namen „Munimeri“ urkundlich erwähnt, deutet schon der Name auf Quellen hin. Salzvorkommen sind noch immer die Grundlage für die Zusammensetzung der vier Heilquellen: Sole, Schwefel, Eisen und Bitterwasser ergeben die Mixtur, die Gesundheit fördert und Leiden lindert.
Der Ortsname Nettelrede weist auf Nesseln hin, die hier früher gerodet wurden. Wechselvoll ist die Geschichte der Kirche: Schon im 11. Jahrhundert stand an ihrer Stelle eine Kapelle, die zum Michaelis-Kloster Hildesheim gehörte. Von Nettelrede aus geht es einen Kilometer schnurgerade bergauf nach Luttringhausen. Oben angekommen entschädigt der Blick über Deisterkuppen und zum Süntel für die Mühe. Gleich am Ortseingang befindet sich links das Rittergut Luttringhausen.
In Eimbeckhausen, wo der Turm der St. Martinskirche schon von weitem zu sehen ist, biegt der Deisterkreisel vor dem Ortskern nach rechts ab, führt um die Kirche herum durch ruhige Straßen ans Ortsende und dort wieder zurück auf den Radweg längs der stark befahrenen Bundesstraße.

Die Basisstrecke verläuft am Ortsausgang Eimbeckhausen zunächst weiter längs der Bundesstraße. Nach wenigen hundert Metern biegt sie nach links, auf die Straße nach Rohrsen ab.
Das Wasserschloss Hülsede und die Aegidienkirche liegen etwas versteckt hinter einer Ummauerung. Es wurde von 1529 bis 1548 von Claves von Rottorp gebaut und zum Schutz mit einem Wall, vier Ecktürmchen und zwei Gräben versehen.

Am Ortsausgang Eimbeckhausen beginnt rechts (Waltershagener Straße) die landschaftlich sehr schöne und aussichtsreiche Alternativstrecke (5 km) nach Messenkamp. Der Weg schließt allerdings mehrere Anstiege und Abfahrten auf teilweise schwierigen Feld- und Schotterwegen ein. Daher ist er nur bei trockenem Wetter, guter Kondition und einiger „Radroutine“ zu empfehlen.
Beim Erreichen des oberen Ortsrandes von Eimbeckhausen links auf den Feldweg abbiegen, dann rechts halten, parallel zur Bundesstaße im Tal. Vor Lauenau treffen Basis- und Alternativstrecke an der Bundesstraße auf Höhe der alten Ziegelei wieder zusammen.

Lauenau besitzt gleich drei Rittergüter: das Rittergut von Meysenberg, das Schloss der Familie von Münchhausen und die Wasserburg am Ortsausgang in Richtung Apelern.
Die Basisstrecke des Deisterkreisels führt dagegen unmittelbar am Museum und Gut Münchhausen vorbei auf die Rodenberger Straße.
Wer einen Abstecher zum Feggendorfer Stollen machen möchte, fährt hier nach wenigen Metern rechts in die Feggendorfer Straße, vorbei am Felsenkeller der Rupp Bräuerei. Die stetig ansteigende Strecke erfordert allerdings eine sehr gute Kondition.

Auf halbem Weg zum Stollen liegt die Wirkesburg, eine – für Laien kaum mehr zu erkennende, weil völlig waldbestandene – Burganlage aus dem 10. bis 12. Jahrhundert. Die Lage der Burg auf einem abfallenden Bergrücken im Zwickel zweier Bäche erleichterte die Verteidigung. An die ringförmige Hauptburg schließt sich eine hufeisenförmige Vorburg an. Eine Infotafel erklärt Aufbau und Geschichte der Anlage.

Rodenberg kann auf eine tausendjährige Vergangenheit zurückblicken. Erstmals wird der Ort als „Castrum Rodenbergum“ im Jahr 930 urkundlich erwähnt. In den Jahren 2000 bis 2004 wurde die ehemalige Burganlage wieder ausgegraben, teilrestauriert und ein Freilichtmuseum gegründet. Es umfasst den gesamten Schlossbereich mit „Ständehaus“, Wall und Graben, sowie zwei Artillerietürme aus der Zeit um 1500 mit daran angebauten Stauwehren.
Die Rodenberger Windmühle wurde im Jahr 1850 als städtische Windmühle mit Wohnhaus und Nebengebäude auf dem „Altenrodenberge“ errichtet. Vom Berg, einer ehemaligen heidnischen Kult- und Opferstätte, aus bietet sich ein weiter Blick auf Rodenberg und den Deister.

Die Alternativstrecke von Lauenau über Apelern nach Rodenberg biegt an der Kreuzung am Ortsausgang Lauenau zunächst rechts ab auf die ruhige asphaltierte Straße parallel zur Bundesstraße, die dann auf den Radweg nach Apelern führt.
Apelern, das einstige „Apuldrun“, ist über 1100 Jahre alt. Zwei Adelshöfe und die frühgotische Hallenkirche sind hier sehenswert.
Von Lauenau kommend bietet sich zunächst ein kurzer Abstecher nach links, Richtung Stadthagen, zum Adelshof von Münchhausen an, bevor man im eigentlichen Ortskern die Kirche erreicht und erst rechts, dann links dem Radwanderzeichen folgt, um auf „ruhigem Wege“ das Gut Hammerstein am anderen Ortsende zu erreichen.
Eine geologische Eigenart und Sehenswürdigkeit ist die Krater-Quelle Bad Nenndorf an der B 65. Nebenan befindet sich der „Vogelpark am Krater“.
Von der Kraterquelle führt der Deisterkreisel auf ruhigen Straßen und Wegen um das Zentrum Bad Nenndorfs herum zum Bahnhof.