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Ingo Metzmacher (Dirigent) © Kai Bienert

Ingo Metzmacher

Vorschau

KunstFestSpiele Herrenhausen: Programm vorgestellt

Ingo Metzmacher, Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen, hat am 26. Januar das Gesamtprogramm 2016 der KunstFestSpiele Herrenhausen vorgestellt.

Unter der neuen Intendanz des Dirigenten Ingo Metzmacher erleben die KunstFestSpiele Herrenhausen in ihrer siebten Ausgabe eine Neupositionierung und Öffnung ihres Programms. In den verschiedenen künstlerischen Genres wie Installationen, Theater/Performances und Musiktheater wird die Musik und das Hören eine herausgehobene Rolle spielen. Hinzu kommen Konzerte in zumeist ungewöhnlichen Formaten.
Die KunstFestSpiele Herrenhausen finden vom 13. bis 29. Mai 2016 in Hannover statt. Ihr Zentrum sind die eindrucksvollen Räume in Herrenhausen – der barocke Große Garten, Orangerie und Galerie. Hinzu treten erstmals auch verschiedene Aufführungsorte in der Stadt Hannover. Auch programmatisch gehen sie auf ein breiteres Publikum in der Stadt zu.

Programmüberblick

Ausnahmeereignis ist der bereits im November angekündigte überwältigende Liederzyklus "Gurre-Lieder" von Arnold Schönberg im über 3.000 Plätze zählenden, größten Konzertsaal Niedersachsens, dem Kuppelsaal des HCC. Ingo Metzmacher versammelt einen großen Teil des musikalischen Hannover auf der Bühne: Zehn hannoversche Chöre, die NDR Radiophilharmonie, das Orchester der Musikhochschule und renommierte Solisten wie Anja Kampe, Stephen Gould und Thomas Quasthoff. Eine einmalige Stimmung wird die konzeptuelle Öffnung des Parketts erzeugen. Bei freier Platzwahl können Konzertbesucher hier dem Bühnengeschehen am nächsten sein und zahlen dennoch den günstigsten Tarif von 14 Euro.

Steve Reich als Ehrengast

Steve Reich wird gemeinsam mit seiner Frau Beryl Korot Ehrengast der Festspiele 2016 und persönlich in Hannover anwesend sein. Ihre Video-Oper "Three Tales" sowie Reichs "WTC 9/11" werden in Kooperation mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover vom Ensemble Modern und den auf Reichs Musik spezialisierten Synergy Vocals aus London aufgeführt.
Politisch brisante und gleichermaßen spielerisch-humorvolle Arbeiten von Rabih Mroué aus Beirut und Daniel Wetzel (Rimini Protokoll) sowie die Uraufführung eines performativen Kammerspiels des Regisseurs Matthias Mohr prägen das Theater-Programm des Festivals 2016.

Weitere Höhepunkte

Zu den weiteren Höhepunkten gehören die Performance und Zeremonie "Recompose" des samoanisch-neuseeländischen Choreografen Lemi Ponifasio mit der MAU Wahine Kompanie u.a. im historischen Gartentheater. Für das Musiktheater "La Double Coquette" haben Gérard Pesson und Pierre Alferi den Plot einer Oper aus dem 18 Jh. von Antoine Dauvergne und Charles-Simon Favart behutsam ins 20. Jahrhundert übertragen. Maguy Marin zeigt ihre Tanzperformance "Singspiele" und ebenfalls in der Orangerie wird die deutsche Erstaufführung von "the whisper opera" des amerikanischen Komponisten und Pulitzer-Preisträgers David Lang und des Regisseurs Jim Findlay gezeigt.

Im Großen Garten

Im Großen Garten selbst werden die Besucher Teil großer Klang- und Lichtinstallationen: "Finsternis1816" von Klaus Grünberg, Beate Schüler und Werner Cee bezieht sich direkt auf den Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora, der Auslöser war für eine der größten bekannten Klimakatastrophen der Menschheit. Die zweiteiligen RESONANZEN, kuratiert von Carsten Seiffarth, beginnen bereits drei Wochen vor dem Festival und richten den Fokus der Besucher auf die ursprünglichen Klänge des Großen Gartens. John Luther Adams' legendäre Konzertinstallation "Inuksuit" mit 60 Schlagzeugern aus der Region Hannover und verschiedenen Hochschulen Deutschlands und der Schweiz beschließt als deutsche Erstaufführung das Festival.

Stimmen zum Programm 

Ingo Metzmacher, Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen: "Das Ohr zu wecken bedeutet den Menschen zu wecken, hat Luigi Nono gesagt. Er wusste, dass das Hören die Welt verändern kann. Wir haben unser Festivalprogramm aus diesem Hören entwickelt. Das heißt aber nicht, dass es nichts zu sehen gibt. Im Gegenteil. Alle Sinne werden auf ihre Kosten kommen. Installationen erhellen den Garten in der Nacht. Bewegte Bilder tanzen durch die Orangerie. Das Fest wird im Zelt gefeiert."
 
Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover: "Mit dem neuen Intendanten Ingo Metzmacher werden bei den KunstFestSpielen 2016 weitere künstlerische Akzente gesetzt. Die Herrenhäuser Gärten bleiben als wunderbare Kulisse zentraler Schauplatz für dieses einzigartige Festival. Zugleich öffnet Ingo Metzmacher das Festival gleich mit einem ganzen Konzertwochenende in der Stadt, unter anderem mit den Gurre-Liedern von Arnold Schönberg – einem Werk für 400 Sänger und mehrere Orchester, die alle aus Hannover kommen. Natürlich wird durch Metzmachers Handschrift die Musik im Programm der KFS in ihrer Bedeutung gestärkt, aber natürlich bleiben sie eine Mischung mehrerer Kunstarten. Ich bin sicher, dass das anspruchsvolle Programm die überregionale Bedeutung unseres Festivals erhöhen und auch noch mehr Hannoveranerinnen und Hannoveraner in seinen Bann ziehen wird."