Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Herbstlicher Ausblick von der Rathauskuppel mit Landesmuseum. © HMTG

Herbstlicher Ausblick von der Rathauskuppel mit Landesmuseum.

Ein Stadtbezirk stellt sich vor

Der Stadtbezirk besteht aus den beiden Stadtteilen Südstadt und Bult und hat insgesamt 43.127 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 30. Juni 2016). Davon leben mehr als 92 % (40.085) in der Südstadt und 3.042 im Stadtteil Bult. Mit dem Nds. Landesmuseum und dem Sprengelmuseum, zahlreichen Theaterbühnen, dem Landesfunkhaus des NDR, dem Kulturbüro etc. gibt es zudem ein vielfältiges kulturelles Angebot.

Die Südstadt hatte ihren Ursprung bereits um 1600, als sich erste Bewohner östlich und südöstlich des damaligen äußeren hannoverschen Aegidientores ansiedelten, um dort überwiegend Gartenbau zu betreiben. Sie wurden als Gartenleute, später auch als Gartenkosaken bezeichnet. Die Gartenleute hatten Wohnrechte erworben und führten ein freies Leben.

Allerdings war der hannoversche Magistrat bestrebt, die unmittelbar vor der königlichen Residenzstadt gelegenen Ortschaften mit dieser zu vereinigen. Die Eingemeindung nach Hannover erfolgte im Jahr 1859. Die Bezeichnung „Südstadt“ hat sich ab 1900 allmählich gebildet und wurde 1911 erstmals offiziell verwendet (s. „Die Südstadt von Hannover“ von Helmut Jacob).

Die Südstadt ist heute nach der List der bevölkerungsreichste Stadtteil in Hannover. Die größten Verkehrsachsen sind die Marienstraße aus östlicher und die Hildesheimer Straße aus südlicher Richtung, die beide zum Aegidientorplatz führen.

Es handelt sich um einen sehr dicht besiedelten Stadtteil, der eine gute Infrastruktur aufweist. Vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und zahlreiche Dienstleistungsbetriebe sind auf kurzem Weg zu erreichen. Viele Betriebe gehören dem Wirtschaftsforum Südstadt e.V. an, das durch verschiedene Aktivitäten versucht, zur Sicherung und Verbesserung des Wirtschaftsstandortes beizutragen. Auch der öffentliche Personennahverkehr ist mit sieben Stadtbahn- und drei Buslinien sowie einem S-Bahn-Anschluss (Bahnhof Bismarckstraße) sehr gut ausgebaut. Schwieriger stellt sich jedoch in einigen Bereichen des Stadtteils die Parksituation dar.

Es gibt sehr viele Schulen, darunter allein fünf Gymnasien sowie mehrere Schulen mit einem besonderen pädagogischen Profil (Südstadt-Schule, Freie Waldorfschule, Montessorischule), weshalb auch viele Kinder und Jugendliche aus anderen Stadtteilen in die Südstadt kommen. Weiter gibt es viele Sportvereine mit einem breit gefächerten Angebot, darunter auch der Turn-Klubb zu Hannover (TKH) mit mehr als 4.500 aktiven Mitgliedern, der Vfl Eintracht Hannover v. 1848 e.V. (ca. 3.300 Mitglieder) sowie mehrere Wassersportvereine im Bereich des Maschsees. Der Arbeitskreis Südstädter Vereine von 1992 unterstützt die Interessen der ansässigen Vereine.

Die SüdstädterInnen wohnen laut Umfragen gern in ihrem Stadtteil, der ihnen neben einer zentralen Lage und der Nähe zur Innenstadt einen hohen Naherholungswert bietet. Am Maschsee und im angrenzenden Stadtwald Eilenriede verbringen nicht nur Menschen aus der Südstadt gerne ihre Freizeit. Auch der Stadtfriedhof Engesohde gilt als sehenswert. Darüber hinaus hat das alljährlich im Sommer stattfindende Maschseefest eine große Bedeutung über die Grenzen Hannovers hinaus.

Mit dem Nds. Landesmuseum und dem Sprengelmuseum, zahlreichen Theaterbühnen, dem Landesfunkhaus des NDR, dem Kulturbüro etc. gibt es zudem ein vielfältiges kulturelles Angebot.

Der Stadtteil Bult, dessen Name sich vom niederdeutschen Wort „Bulte“ ableitet, was so viel wie Hügel bedeutet, liegt im östlichen Teil des Stadtbezirks. Auch wenn es sich sowohl von der Einwohnerzahl als auch von der Fläche um einen der kleineren Stadtteile handelt, so gibt es doch eine Vielzahl von Arbeitsplätzen, da verschiedene große Firmen und Institutionen hier ihren Sitz haben. Das Kinderkrankenhaus Auf der Bult ist zudem sehr wichtig für die medizinische Versorgung von jungen Menschen in der Region Hannover und darüber hinaus. Hauptverkehrsachsen im Stadtteil sind die Hans-Böckler-Allee und der Bischofsholer Damm, die stark frequentiert sind.

Auch die Bult grenzt an die Eilenriede und verfügt mit dem Landschutzgebiet „Alte Bult“ und dem dort befindlichen Hiroshima Gedenkhain über weitere Naherholungsmöglichkeiten. Mit dem Postsportverein und dem SV Arminia Hannover gibt es auch hier zwei größere Sportvereine.

Im gesamten Stadtbezirk sind zudem zahlreiche Kirchengemeinden ansässig, die sich in vielfältiger Weise für verschiedenene Altersgruppen engagieren.