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Gesundheitsschutz

Der Erkältung vorbeugen

Jetzt ist wieder Erkältungszeit. Tipps, wie man eine Erkältung vermeiden bzw. was man tun kann, wenn es einen erwischt hat.

Eine Fra, die in ein Papiertaschentuch niest © C. Stahl, Region Hannover

Erkältungszeit

Herbst/ Winter– Erkältungszeit

Die Blätter fallen, draußen wird es kalt und ungemütlich. Für den Körper beginnt nun eine anstrengende Jahreszeit: Unser Organismus wehrt sich gegen die Kälte, das Immunsystem ist stark gefordert. Im Herbst und Winter sind wir besonders empfänglich für Bakterien und Viren, die sich durch Tröpfchen schnell von einem Menschen auf den anderen übertragen.

Im Laufe unseres Lebens machen wir etwa 120 bis 200 Erkältungskrankheiten durch. Durchschnittlich dauern sie fünf bis sechs Tage, so dass wir zusammengerechnet zwei bis drei Lebensjahre erkältet sind.

Wie kann ich einer Erkältung vorbeugen?

Man kann sich nicht vor jeder Erkältung schützen. Aber wer einige einfache Tipps befolgt, kann Husten und Schnupfen schon mal ein Schnippchen schlagen:

  • Ausreichende Vitamin- und Flüssigkeitszufuhr:  Ernähren Sie sich ausgewogen mit viel frischem Obst und Gemüse. Achten Sie außerdem darauf, genug zu trinken. Zu empfehlen sind Früchte- und Kräutertees, Mineralwasser oder Fruchtsaftschorlen.
  • Raumklima: Wohnräume sollten nicht überheizt sein. Sorgen Sie für ausreichende Luftfeuchtigkeit – das ist gut für die Schleimhäute. So bleiben sie feucht und können ihre Abwehrfunktion gegenüber Erkältungsviren erfüllen.
  • Auf das Rauchen verzichten: Rauchen schadet den Schleimhäuten. Jede Zigarette weniger entlastet die Atemwege. Auch der Aufenthalt in verrauchten Räumen belastet die Atemwege.
  • Warme Füße: Sind die Füße kalt, wird reflexartig die Durchblutung der Nasenschleimhaut gedrosselt – und die Schnupfenabwehr bröckelt. Dicke Socken und warme Schuhe helfen also auch gegen Schnupfen.
  • Bewegung im Freien: Regelmäßige Spaziergänge bei jedem Wetter trainieren die Anpassung des Organismus. Achten Sie jedoch auf trockene und warme Füße.
  • Wechselduschen: Beginnen Sie zunächst mit warmem Wasser, nach etwa drei Minuten rund zehn Sekunden kalt duschen. Dieser Ablauf sollte dreimal wiederholt werden. Beenden Sie die Wechseldusche mit kalt.
  • Saunabesuche: Dies fördert die Reaktionsfähigkeit unserer Temperaturregulation und trainiert den gesamten Kreislauf. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krampfadern sollten Sie zunächst ihren Arzt befragen. Während eines Infektes sollten Sie auf einen Saunabesuch verzichten.
  • Gründliche Handhygiene: Waschen Sie sich in dieser Jahreszeit lieber einmal mehr die Hände. Vermeiden Sie – wenn möglich – das Händeschütteln. Handschuhe verhindern die Übertragung der Viren an Haltegriffen in Bussen und Bahnen.

Erwischt – und nun? Erstmaßnahmen bei einer Erkältung

Einen absoluten Schutz vor Erkältung gibt es nicht. Haben die Infekterreger den Weg in den Organismus gefunden, nimmt die Erkältung ihren Lauf:

Die Nase fängt an zu jucken und man muss niesen, weil der Körper eigentlich die Erreger wieder herausschleudern will. Da ihm das meistens nicht gelingt, schwellen die Schleimhäute in der Nase an, produzieren mehr Sekret und „die Nase läuft“. Auch die Verbindungsöffnungen zu den Nasennebenhöhlen schwellen zu, und bald schmerzen auch die Kiefer- und Stirnhöhlen. Es kratzt der Hals, der Rachen schmerzt, das Schlucken tut weh. Die Stimme klingt belegt und man wird heiser, oft folgt der Husten. In einigen Fällen kommt es zu Kopf- und Gliederschmerzen, manchmal sogar zu Fieber.

Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, ist normalerweise harmlos und dauert rund eine Woche. Meist tritt sie in den Herbst- und Wintermonaten auf. Durchschnittlich bekommt jeder Mensch zwei- bis viermal im Jahr eine Erkältung.

Was kann ich tun, wenn ich mich infiziert habe?

Gönnen Sie sich vor allem Ruhe. Verschieben Sie Ihre sportlichen Aktivitäten um ein paar Tage und treten Sie etwas kürzer. Der Körper braucht jetzt seine ganze Kraft, um mit den Erregern fertig zu werden.

Hier noch ein paar weitere Tipps:

  • Nasentropfen und Nasenspülungen befreien die verstopfte Nase – damit die Schleimhäute nicht austrocknen, reichen schon Zubereitungen mit Kochsalz. Zum Abschwellen helfen entsprechende Nasentropfen aus der Apotheke. Sie sollten allerdings nicht länger als zehn Tage angewendet werden.
  • Inhalieren – am besten mit heißem Wasser, dem ein Löffel Kochsalz zugefügt wird  – lindert nicht nur die Entzündung der Nase, sondern auch Heiserkeit und Bronchitis.
  • Bei Halskratzen wirken Lutschtabletten und Gurgellösungen aus der Apotheke – die meisten Präparate desinfizieren und betäuben den Rachenraum. Oftmals reicht auch eine heiße Milch mit Honig.
  • Eiskrawatten oder warme Hals- und Brustwickel lindern die Schmerzen.
  • Salben mit ätherischen Ölen entfalten ihre Wirkung auf Brust und Rücken.
  • Warme Fußbäder belasten den Kreislauf weniger als ein Vollbad; danach gleich ins Bett.
  • Viel trinken, am besten Mineralwasser oder Tee. Das hilft dem geschwächten Kreislauf und unterstützt den Stoffwechsel.
  • Vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung – Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse.
  • Schlafen Sie mit hoch gelagertem Kopf und rauchen Sie nicht, wenn Sie erkältet sind – denn das reizt die Schleimhäute. Werfen Sie gebrauchte Papiertaschentücher sofort weg, damit die Ansteckungsgefahr minimiert wird.
  • Sorgen Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit (feuchte Tücher über der Heizung, Zimmerpflanzen). Trockene Luft macht die Atemwege anfällig für Viren. Öffnen Sie regelmäßig für einige Minuten das Fenster, um frische Luft in den Raum zu lassen.
  • Hohes Fieber können Sie mit Wadenwickeln senken. Um die gesunde Reaktion des Körpers auf den Infekt nicht zu stören, sollten Sie aber Fieber bis 38,5° C (rektal gemessen) nicht senken. Ab wann Sie Medikamente einsetzen sollten, ist in erster Linie abhängig von Ihrem Befinden und eventuell vorhandenen Zusatzerkrankungen.

Kleinkinder bekommen besonders häufig Erkältungen, weil ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Die dafür notwendigen Abwehrkörper entstehen erst nach solchen durchgemachten Infektionen. Bis zu zehn unkomplizierte grippale Infekte pro Jahr werden als normal angesehen. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen, wenn Ihr Kind nahezu alle vier bis sechs Wochen einen Schnupfen entwickelt oder hustet. Dann reicht es aus, die akuten Beschwerden zu lindern. Vor einem nächsten Infekt sollten die Symptome der letzten Erkältung weitgehend abgeklungen sein.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Eine Erkältung ist eine Infektion der oberen Luftwege, also von Nase, Mund, Rachen und Kehlkopf. Das ist in der Regel nicht gefährlich. Allerdings wandern die Erreger in einigen Fällen in die unteren Luftwege. Ebenso können sich weitere Keime auf die bereits geschwächte Schleimhaut setzen und die Symptome verstärken. Dann kann es zur Bronchitis oder in einigen Fällen sogar zur Lungenentzündung kommen. Ein intaktes Immunsystem schützt den Körper vor einem solchen Verlauf. Bei älteren Menschen oder Kranken, deren Immunsystem bereits geschwächt ist und deren Organismus mit anderen Krankheiten fertig werden muss, reichen eigene Abwehrmechanismen manchmal nicht aus. Für diesen Fall empfiehlt sich auch bei einer beginnenden Erkältung der Gang zum Arzt.

Ein Besuch beim Arzt ist auch bei häufigen Erkältungen zu empfehlen oder wenn die Erkältungssymptome über Wochen nicht mehr richtig abklingen. Wer allerdings sonst körperlich gesund ist, nicht mehr als zweimal im Jahr schnieft und hustet und seine Symptome nach wenigen Tagen auskuriert hat, braucht sich keine Sorgen zu machen: Mit jeder Erkältung lernt das Immunsystem und übt seine Reaktionsfähigkeit.

Kann ich mich durch eine Impfung vor einer Erkältung schützen?

Gegen den „normalen“ grippalen Infekt gibt es keinen Impfschutz. Für bestimmte Zielgruppen empfiehlt sich jedoch die jährliche Impfung gegen die „echte“ Grippe (Influenza), vor allem wegen der Schwere des Verlaufs.

Während Erkältungen meist schon nach einigen Tagen auskuriert sind, kann sich die Grippe zu einer gefährlichen Krankheit entwickeln und bedroht insbesondere ältere Menschen, Kinder oder chronisch Kranke. Bis zur völligen Genesung können viele Wochen vergehen. Sie geht oft einher mit Kreislaufproblemen und Schwindelanfällen. Die Grippeimpfung ist allgemein für alle Personen über 60 Jahre zu empfehlen, vor allem aber für chronisch Kranke (zum Beispiel mit Asthma oder chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen), für die eine Influenza-Erkrankung ein erhöhtes Gesundheitsrisiko darstellt. Auch Personen, die beruflich viel mit anderen Menschen in Kontakt kommen oder täglich öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dadurch ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben, sollten sich mit einer Impfung schützen.