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Infektionsschutz

Krankheitsbild Tuberkulose

Alles über Ansteckung, Symptome, Übertragung, Früherkennung und Meldepflicht

Lungentuberkulose © Region Hannover

Lungentuberkulose

Weltweit erkranken jährlich etwa 8 bis 9 Millionen Menschen neu an Tuberkulose, die Sterberate liegt hier bei 2 Millionen. In Deutschland lag die Neuerkrankungsrate 2015 bei 5865, in der Region Hannover zählen wir jährlich etwa 74 Neuerkrankungen und entsprechen damit dem Bundesdurchschnitt. Die WHO vermutet, dass ein Drittel der Weltbevölkerung mit Tuberkulosebakterien infiziert ist, etwa 5%-10% der Infizierten erkranken auch an der Tuberkulose.

Besonders in Kombination mit anderen Erkrankungen oder schlechte Lebensbedingungen, die das Immunsystem schwächen, nimmt die Tuberkulose auch bei uns in Deutschland einen hohen Stellenwert ein.

Was ist Tuberkulose?

Röntgenbild eines mit Tuberkulose infizierten Wirbelkörpers © Region Hannover

Wirbelkörpertuberkulose

Die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen wird. Der Erreger ist das Tuberkulosebakterium (Mycobacterium tuberculosis), welches 1882 von Robert Koch entdeckt wurde.

Ansteckung

Die Infektion mit Tuberkulosebakterien geschieht unbemerkt über die Atemwege. Je nach Abwehrlage, kann es erst nach Monaten oder Jahren zum Ausbruch der Erkrankung kommen.
Die Tuberkulose kommt in allen Organen des Körpers vor, die Lunge ist jedoch meistens der Ausgangsort. 80% der Tuberkuloseerkrankungen betreffen die Lunge.

Erkrankungszeichen – wie erkenne ich, dass ich krank bin?

Typische Erkrankungszeichen gibt es bei der Tuberkuloseerkrankung leider nicht. Es sind allgemeine Beschwerden einer Infektionskrankheit:

  • Husten
  • Gewichtsabnahme
  • Appetitlosigkeit
  • Erschöpfung
  • Nachtschweiß
  • Leichtes Fieber
  • Auswurf beim Husten

Wenn Sie diese Symptome bei sich bemerken, sollten Sie sich an eine(n) Ärztin/Arzt wenden um die Ursache für die Beschwerden untersuchen zu lassen.

Übertragung der Tuberkulose

Nur Erkrankte mit einer offenen Lungentuberkulose, also mit Tuberkulosebakterien im Auswurf, sind ansteckend. Personen mit geschlossener Tuberkulose oder Tuberkulosen anderer Organe (Nieren, Knochen, Rippenfell u.a.) können die Erkrankung nicht übertragen.
Die Tuberkulosebakterien können beim Sprechen, Niesen und Husten weitergegeben werden. Entscheidend für die Ansteckungsfähigkeit ist ein enger, längerer Kontakt. In geschlossenen Räumen ist die Gefahr größer als im Freien.
Das höchste Risiko an Tuberkulose zu erkranken, haben Personen mit erkranktem Immunsystem oder solche bei denen schwere Krankheiten oder schlechte Lebensbedingungen (Menschen aus sozialen Randgruppen wie Obdachlose und Suchtkranke) das Immunsystem geschwächt haben. Weiterhin besonders betroffen sind aus unterschiedlichen gesundheitlichen Gründen Aussiedler, Asylbewerber, Arbeitssuchende sowie Personen, die aus Ländern mit hoher Tuberkulosebelastung stammen,  aber auch alte Menschen. Grundsätzlich kann die Tuberkulose aber in allen Bevölkerungsschichten gefunden werden.

Wenn Kinder mit Tuberkulosebakterien infiziert sind, haben sie ein ca. 40-fach höheres Risiko an Tuberkulose zu erkranken als Erwachsene.

Früherkennung

Je früher die Tuberkuloseerkrankung entdeckt wird, desto weniger Menschen werden infiziert, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten.
Bei jedem länger anhaltenden unklarem Husten sollte deshalb auch an die Tuberkulose gedacht werden.

Informationsbroschüre Tuberkulose

Fallfindung

Nach dem Infektionsschutzgesetz ist jede Tuberkuloseerkrankung meldepflichtig.
Nach Eingang einer Tuberkulosemeldung ermittelt die Tuberkulose-Beratungsstelle die Kontaktpersonen zu dem Erkrankungsfall. Im Rahmen einer Umgebungsuntersuchung werden die Erkrankungsquellen und Folgefälle gesucht. Je nach Ansteckungsgefahr werden Art und Umfang der Untersuchungen festgelegt.