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Fragen und Antworten

Tuberkulose (TBC)

Informationen zu Infektion, Symptome, Verbreitung und Behandlung

Was ist Tuberkulose?

Die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die durch kleine Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen wird.

Wie steckt man sich mit Tuberkulose an?

Die Infektion mit Tuberkulose geschieht unbemerkt über die Atemwege. Die Bakterien können beim Sprechen, Niesen und Husten weitergegeben werden. Entscheidend für das Ansteckungsrisiko ist ein enger, längerer Kontakt mit einer erkrankten Person. In geschlossenen Räumen ist die Gefahr der Ansteckung größer als im Freien.

Eine Tuberkuloseinfektion führt nur in etwa fünf bis zehn Prozent der Fälle auch zu einer Erkrankung. Je nach Zustand des Immunsystems kann es erst nach Monaten, Jahren oder gar nicht zum Ausbruch der Krankheit kommen.

Wie macht sich Tuberkulose bemerkbar?

Typische Erkrankungszeichen gibt es bei der Tuberkulose nicht. Sie äußert sich durch allgemeine Beschwerden wie Husten, Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Erschöpfung, Nachtschweiß, leichtes Fieber und Auswurf beim Husten. Wer diese Symptome bemerkt, sollte sich an einen niedergelassenen Arzt oder eine niedergelassene Ärztin oder an die Tuberkulose-Beratungsstelle der Region Hannover wenden.

Wie wird Tuberkulose festgestellt?

Liegt der Verdacht einer Infektion vor, wird dem Patienten Blut abgenommen und im Labor untersucht. Ist der Bluttest positiv, muss in einem weiteren Schritt die Lunge mit einer Röntgenaufnahme untersucht werden.

Wie wird Tuberkulose behandelt?

Zu Beginn der Behandlung muss der Patient drei bis vier verschiedene Tuberkulosemedikamente einnehmen, später wird die Zahl der Medikamente reduziert. Bei korrekter Einnahme der Medikamente besteht nach etwa vier Wochen keine Ansteckungsgefahr mehr. Damit die Krankheit vollständig ausheilt, ist eine Behandlungsdauer von mindestens sechs Monaten erforderlich.

Was passiert, wenn ein Tuberkulosefall gemeldet wird?

Nach dem Infektionsschutzgesetz ist jede Tuberkuloseerkrankung meldepflichtig. Erfährt die Tuberkulose-Beratungsstelle von einem Krankheitsfall, werden die Kontaktpersonen der erkrankten Personen ermittelt. Das Gesundheitsamt forscht nach der Quelle der Erkrankung und sucht nach Personen, die sich möglicherweise auch angesteckt haben könnten.

Wer ist besonders gefährdet?

Das höchste Risiko, an Tuberkulose zu erkranken, haben Personen mit schwachem Immunsystem oder Menschen mit schweren Krankheiten. Auch schlechte Lebensbedingungen können die körperliche Abwehr schwächen. Obdachlosigkeit, Sucht und Abhängigkeit, Arbeitslosigkeit und Herkunft aus Ländern mit hoher Tuberkulosebelastung können das Risiko einer Erkrankung steigern. Auch Kinder und alte Menschen mit schwachem oder wenig ausgeprägtem Immunsystem sind besonders gefährdet.

Grundsätzlich aber kommt Tuberkulose in allen Teilen der Bevölkerung vor.

Wie weit ist Tuberkulose verbreitet?

Im Jahr 2015 hat der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover 74 Neuerkrankungen und einen Todesfall in Folge von Tuberkulose registriert. Im Jahr 2014 wurden 65 Erkrankungen und drei Todesfälle gemeldet.

Weltweit erkranken jährlich etwa acht bis neun Millionen Menschen neu an Tuberkulose, jährlich sterben etwa zwei Millionen Menschen an der Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass ein Drittel der Weltbevölkerung mit Tuberkulosebakterien infiziert ist. Etwa zehn Prozent der Infizierten erkranken auch daran.

Wo finde ich Hilfe und Beratung?

Die Tuberkulose-Beratungsstelle der Region Hannover untersucht und berät betroffene Personen. Einige Angebote der Beratungsstelle sind kostenfrei. Weitere Auskünfte erteilt das Team Infektionsschutz TBC der Region Hannover unter Telefon (0511) 616-22888 und per E-Mail an tuberkulose@region-hannover.de.

Weitere Informationen und Formulare: