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Neue barrierefreie Hochbahnsteige für die Stadtbahn Hannover

Ein weiterer Schritt in Richtung Barrierefreiheit: Eröffnung der Hochbahnsteige Herrenhäuser Markt und Bahnhof Leinhausen.

Zwei Straßenbahnen an einem Hochbahnsteig.

Hannover, 11.11.11

Eröffnung der Hochbahnsteige Herrenhäuser Markt und Bahnhof Leinhausen

Hannover- Ein weiterer Schritt in Richtung Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr der Region Hannover: Mit kleinem Festakt wurden am 11. November die neuen Hochbahnsteige an den Stadtbahnhaltestellen Herrenhäuser Markt und Bahnhof Leinhausen eröffnet. Die neu gestalteten Haltestellen ermöglichen den stufenlosen Ein- und Ausstieg auf den üstra-Linien 4 und 5.

„Die Hochbahnsteige erleichtern über 11.000 Fahrgästen im Einzugsbereich der Haltestellen die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel“, sagte Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover, bei der Eröffnung, „die  erhöhten Bahnsteige sind ein Hilfe für alle Menschen, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind: alte Menschen, Eltern mit Kinderwagen, Personen mit schwerem Gepäck oder Gehbehinderte.“

Die Haltestelle Herrenhäuser Markt befindet sich im Zentrum des Stadtteils Herrenhausen am gleichnamigen Marktplatz, einem Nahversorgungszentrum mit Geschäften des täglichen Bedarfs und erschließt große Teile der Herrenhäuser Wohngebiete. Im Einzugsgebiet der Station liegen die Zweigstelle des Goethegymnasiums und die nördliche Leineaue als Naherholungsgebiet. An der Haltestelle Herrenhäuser Markt steigen täglich rund 7.000 Fahrgäste ein und aus.

Die benachbarte Haltestelle Bahnhof Leinhausen liegt an der Grenze zum nördlich anschließenden Stadtteil Leinhausen, wo sich ebenfalls in der Nähe Einzelhandelsgeschäfte und Restaurants befinden. Der Umbau dieser Haltestelle kommt hier etwa 4.200 Fahrgästen zugute. Es bestehen Umsteigemöglichkeiten zwischen den Stadtbahnlinien 4/5 und den S-Bahn-Linien S1 und S2 in Richtung Minden, Nienburg, Wunstorf und Haste.

Beide Haltestellen wurden unter Berücksichtigung einer möglichst guten Integration in das städtebauliche Umfeld als 70 Meter lange, schlanke Mittelhochbahnsteige mit einer Breite von 4,0 Metern errichtet, an denen 3-Wagen-Züge der neueren Stadtbahngeneration halten können. Fahrbahn und Nebenanlagen mussten dort teilweise erneuert werden. Die neuen Bahnsteige verfügen über Rampen und sind über mit Ampeln gesicherte Fußgängerüberwege zu erreichen.

Die Inbetriebnahme der barrierefreien Haltestellen Nr. 136 und 137 im Stadtbahnnetz der Region Hannover markiert den Beginn des Nachrüstprogramms für Hochbahnsteige zum Einsatz von Stadtbahnfahrzeugen ohne Klapptrittstufen auf dem Streckenast C-West. Ab dem Jahr 2016 werden auch auf den üstra-Linien 4 und 5 die Fahrzeuge der neuen Stadtbahngeneration TW 3000 zum Einsatz kommen. „Die Region Hannover hat sich zum Ziel gesetzt die Qualität des Nahverkehrs zu verbessern. Wesentlicher Schwerpunkt ist dabei die weitgehende Barrierefreiheit der Haltestellen“, betonte Verkehrsdezernent Franz.

Der Umbau der beiden Stationen hat insgesamt rund 5,9 Millionen Euro gekostet. Davon übernimmt das Land Niedersachsen ca. 3,6 Millionen Euro und die Region Hannover 2,3 Mil-lionen Euro.

Im kommenden Jahr wird der barrierefreie Ausbau auf der C-West mit der Nachrüstung von Hochbahnsteigen an den Haltestellen Leibniz Universität, Schneiderberg/Wilhelm-Busch-Museum und Appelstraße fortgesetzt. Für das Jahr 2013 sieht das Ausbauprogramm der Region die Realisierung der Hochbahnsteige Hogrefestraße und Weizenfeldstraße vor.

 

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