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Grafische Darstellung Bus- und Bahnhaltestelle © Region Hannover

Raschplatz, Hamburger Allee ohne Hochbrücke

Hannovers Innenstadt

Planungsvorschlag für die D-Linie

Oktober 2012: Neue Perspektiven für die Stadtbahnen 10 und 17

Region Hannover. Mehr Bäume und Grün, mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger und natürlich ein barrierefreier Zugang zu den Stadtbahnen – so sieht die Planung für die künftige Streckenführung der sogenannten D-Linie aus, auf der die Stadtbahnen 10 und 17 verkehren. Ulf-Birger Franz, Dezernent der Region Hannover für Wirtschaft, Verkehr und Bildung, André Neiß, Vorstandsvorsitzender der üstra, und infra-Geschäftsführer Stefan Harcke haben die Planung am Donnerstag, 4. Oktober, in einem Pressegespräch vorgestellt. Am Nachmittag wurde der Entwurf darüber hinaus öffentlich im Regionshaus präsentiert.

Entwurf zur Planung

Bei der jetzt vorgelegten Planung, die die Strecke vom Goetheplatz bis zum Platz der Kaufleute an der IHK abdeckt, handelt es sich um einen zwischen Region und Landeshauptstadt Hannover abgestimmten Entwurf. Im den vergangenen Monaten hat eine Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Region Hannover, der Landeshauptstadt Hannover, der Infrastrukturgesellschaft infra und der üstra die möglichen Varianten für die D-Linie abgeklopft. In den Prüfungsprozess sind auch Verkehrsgutachten zum Autoverkehr eingeflossen.

Neues Straßenbild

Zwischen Glocksee und Hauptbahnhof deckt die D-Linie nach der jetzigen Planung dieselbe Route ab wie bisher. Allerdings wird sich das Straßenbild erheblich verändern, Haltestellen werden neu verortet. So wird die Haltestelle Clevertor gestrichen, die Haltestelle Steintor wird vorgezogen, so dass ein Umsteigen zu den unterirdisch verlaufenden Linien 4, 5, 6 und 11 einfacher wird. An der sogenannten Mendini-Haltestelle am Steintor stoppt die Bahn nicht mehr, dort hält künftig der Bus. Die schwarz-gelben Haltestellen-Bauwerke werden dafür nur leicht an den Straßenrand verschoben, so dass die Sichtachse zum Anzeiger-Hochhaus bestehen bleibt.

Nächster Halt: Ernst-August-Galerie. Die Bahn soll – so der Vorschlag der Planer – in der Kurt-Schumacher-Straße halten und den Ernst-August-Platz frei machen für Fußgänger. Von dort biegt die D-Linie dann als neuer Streckenabschnitt in den sogenannten Posttunnel ein und führt unter den Bahngleisen hindurch auf die Rückseite des Bahnhofs. Hinterm Raschplatz soll die Hochstraße weichen, um Platz für neue Gleise und eine neue Haltestelle zu machen – auch darin sind sich die Expertinnen und Experten einig. Vom Raschplatz aus könnte die Stadtbahn weiter bis zum Platz der Kaufleute fahren.

Mehr Platz für Passanten

Dank des Streckenausbaus werden Goethestraße, Kurt-Schumacher-Straße und Berliner Allee für Passanten attraktiver. Der Planungsentwurf sieht für diese Straßenzüge eine städtebauliche Aufwertung vor: breitere Gehwege, Baumalleen und neue Pflasterungen.

Gutachter Dr. Ralf Huber-Erler vom Planungsbüro R + T hat auch den Verkehrsfluss begutachtet. Einbahnstraßenregelungen für den Posttunnel und die Kurt-Schumacher-Straße jeweils in Richtung Ernst-August-Platz sollen dafür sorgen, dass der Verkehrsfluss nicht stockt. 

Baukosten

Die reinen Baukosten für die Stadtbahnstrecke mit städtebaulicher Aufwertung liegen nach Schätzung der Fachleute bei ca. 39,6 Millionen  Euro. Mit den Planungskosten (6,8 Millionen Euro), den Rückbaukosten der Strecke zum Aegidientorplatz  (1,9 Millionen Euro) und den Kosten für den Abriss der Hochstraße liegen die Gesamtkosten bei 62,9 Millionen Euro.

„Das Ergebnis ist ein abgestimmter Planungsentwurf, der die verkehrlichen Anforderungen, städtebaulichen Ansprüche und wirtschaftlichen Erfordernisse in Einklang bringt und allen Bedürfnissen und Belangen so gut wie möglich gerecht wird“, betont  Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover. „Wir möchten die D-Linie attraktiv ausbauen und damit einen spürbaren Beitrag zur Entwicklung der hannoverschen Innenstadt leisten.“