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Leineraum - Das Neue Hohe Ufer

Für das Hohe Ufer wird eine Umgestaltung angestrebt, die auf dem historischen Bestand aufbaut und diesen weiterentwickelt. Die Bereiche zwischen den Brücken bieten dabei unterschiedliche Nutzungen an. Das Konzept ermöglicht eine bauabschnittsweise Realisierung der Gesamtmaßnahme.

Zurzeit vollziehen sich mit dem fertiggestellten Umbau der alten Schule (neue VHS) und der ergänzenden Wohnbebauung an der Roßmühle wichtige städtebauliche Entwicklungen, die neues urbanes Leben an die Altstadtkante ziehen werden. Parallel zu den Hochbaumaßnahmen soll die Umgestaltung der öffentlichen Räume in insgesamt vier Bauabschnitten in Angriff genommen werden. Die ersten beiden Bauabschnitte befinden sich bereits in der Umsetzung.

Auf der Basis der Wettbewerbsergebnisse "HannoverCity2020+" wurde mit dem im Verfahren ausgezeichneten Planungsbüro nsp (Christoph Schonhoff, Hannover) die zukünftige Freiraumgestaltung der Altstadtkante weiter planerisch untersucht.

Ziel der Gesamtmaßnahmen ist unter anderem, diesen Bereich der Altstadt stärker zu beleben. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, die Erdgeschosszonen der künftigen VHS, der geplanten Neubauten an der Roßmühle und der geplanten Bebauung am westlichen Marstall für Gastronomien zu öffnen. Der neue Wohnungsbau zwischen dem historischen Museum und der VHS soll mit seinem Untergeschoss bis an die Begrenzungsmauer des Hohen Ufers dergestalt weitergeführt werden, dass eine gastronomische Nutzung der unteren Uferebene möglich ist.

Erster Bauabschnitt

Die Stützmauern zur unteren Uferpromenade werden um ca. 1,30 m erhöht. So entsteht eine neue Stadtterrasse, die sich zum Flanieren und für gastronomische Angebote anbietet. Der nutzbare Straßenraum erweitert sich auf ca. 18,20 m Breite. Dadurch erhält auch der traditionelle Flohmarkt auf der verbreiterten Fläche bessere Entfaltungsmöglichkeiten.

Eine neue, zweireihige, geschnittene Baumallee bildet ein angenehmes Blätterdach. Das lichte Schattenspiel lädt zum Verweilen und Flanieren ein und bietet auch der Gastronomie vielfältigen Raum zur Entfaltung auf dem oberen Straßenniveau. Große Bestandsbäume lockern die geschnittene Allee auf. Das Motiv des Baumdachs soll auch im zweiten Bauabschnitt bis zur Goethestraße fortgeführt werden.

Das Historische Museum und der Beginenturm werden als markante Zeichen der Altstadt freigestellt. Die Mauern und neuen Brüstungen werden aus Sandstein in Anlehnung an den Bestand aufgebaut und ergänzt. Der untere Uferweg, der geprägt ist durch seine Belagsintarsien aus den 1950er Jahren, bleibt erhalten. Durch eine Unterbauung der Straße wird zukünftig auch eine gastronomische Nutzung auf der unteren Terrasse möglich sein. Der Straßenbelag des Hohen Ufers wird neu gestaltet, um die altstadttypische Gesamtwirkung zu verbessern und einen barrierefreien und gut begehbaren Belag zu erreichen. Es entsteht ein 4 m breites Bewegungsband, das eine Straßenführung andeutet. Vor den Häusern und entlang der Brüstungen werden die Aufenthaltsbereiche flächig neu gestaltet. Der Bereich zwischen Martin-Neuffer-Brücke und Schlossbrücke bleibt Fußgängerzone.

Zweiter Bauabschnitt

Der Bereich zwischen Goethebrücke und Martin-Neuffer-Brücke wird bestimmt durch eine breite Freitreppe. Von hier aus wird man den Blick über die Leine auf die Calenberger Neustadt schweifen lassen. Unterschiedliche Treppenformen und Podeste bieten vielseitige Aufenthaltsräume an. Einzelne Bereiche sind über Rampen erschlossen und ermöglichen so auch Menschen mit Behinderungen in gewissem Umfang eine Nutzung der Freitreppe. Die erhaltenswerten Bäume in diesem Bereich werden in die Treppenanlage integriert. Es entsteht ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Treppe wird auch das neue Vorfeld der geplanten Bebauung am Westrand des Marstalls bilden: auch hier sind für die Erdgeschosse öffentlichkeitswirksame Nutzungen (Gastronomie, Läden) geplant.

Dritter und vierter Bauabschnitt

Im Bereich der bestehenden Rampe werden einige maßvolle Umbauten vorgeschlagen, um die im Wettbewerb HannoverCity2020+ vorgeschlagene Furt über die Leine zu einem späteren Zeitpunkt zu ermöglichen. Der Klostergang wird durch kleine Rampen barrierefrei erschlossen und der Belag ausgetauscht, um ein einheitliches  Bild des Hohen Ufers von der Schlossbrücke bis zur Goethebrücke zu entwickeln.

Eckdaten des Projektes
Bauherr/Bauträger Landeshauptstadt Hannover
Baudezernat
Architekt/Entwurf nsp Landschaftsarchitekten
Christoph Schonhoff, Hannover
Ausführung Landeshauptstadt Hannover, FB Tiefbau
Baubeginn/Baufertigstellung 2014 - 2017
Status Erarbeitung der Ausführungsplanung
Investitionsvolumen rd. 5 bis 6 Mio. Euro
Barrierefreiheit gegeben