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Hannover City 2020+

Der Wettbewerb

Der städtebauliche und landschaftsplanerische Ideenwettbewerb "Hannover City 2020+" ist entschieden.

Das Auditorium im Sprengel Museum

Der Ideenwettbewerb

Der städtebauliche und landschaftsplanerische Ideenwettbewerb "Hannover City 2020+" ist entschieden. Die elfköpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Undine Giseke kürte am Freitag (4. Juni) die SiegerInnen: Das Planungsteam Kellner, Schleich, Wunderling, Architekten + Stadtplaner GmbH/Nagel Schonhoff und Partner, Landschaftsarchitekten aus Hannover gewann den ersten Preis für den Vertiefungsraum Leibnizufer/Hohes Ufer mit der Inszenierung der Leinefurt am Gründungsort Hannovers. Einen zweiten Preis für diesen Bereich gewann die Planungsgemeinschaft Sinai.Faust.Schroll.Schwarz. Freiraumplanung + Projektsteuerung mit Mola Winkelmüller Architekten (Berlin) mit der Gestaltungsidee, die stadtlandschaftlichen Qualitäten weiterzuentwickeln und eine Erinnerung an die ehemalige Leineinsel zu schaffen.

Stadtkartenausschnitt mit markiertem Wettbewerbsgebiet © Landeshauptstadt Hannover

Die eindeutige Definition der unterschiedlichen Raumfolgen sowie die geeignete Setzung neuer Nutzungsbausteine vom Team ASTOC ARCHITECTS & PLANNERS mit jbbug johannes böttger, büro urbane gestalt aus Köln überzeugte das Preisgericht hinsichtlich der Gestaltung des Klagesmarktes. Im Vertiefungsraum Köbelinger Markt/Trammplatz gewann der Entwurf von Trojan Trojan + Partner (Darmstadt) Werkgemeinschaft Freiraum (Nürnberg), der die Verknüpfung der östlichen Altstadt mit dem Rathaus und dem Maschpark besonders gelöst hat und am Köbelinger Markt ein attraktives Stadtquartier vorschlägt. Maxwan architects + urbanists/Lola Landscape Architects aus Rotterdam erreichten mit der Platzgestaltung und den überzeugend eingestellten Bauten zur City und zum Leineraum den ersten Platz für den Vertiefungsraum Marstall.

"Das Ergebnis des Wettbewerbes ist hervorragend. Hannover wird einen weiteren Entwicklungsschub erfahren, sobald wir im Sinne der preisgekrönten Arbeiten die vier ausgewählten Standorte weiterentwickeln", sagte Stadtbaurat Uwe Bodemann bei der Präsentation der Ergebnisse. "Rund 60 Jahre nach dem ersten Innenstadtwettbewerb wurde damit die Richtung für die kommenden Jahrzehnte angestoßen", so der Baudezernent. "Die Ergebnisse des Wettbewerbes zeigen uns Möglichkeiten auf, das Bild Hannovers zu schärfen und damit die Stadt zukunftsweisend zu gestalten."

Preisgerichtsvorsitzende Prof. Undine Giseke (bgmr Landschaftsarchitekten, Berlin) hob die hohe Qualität aller in der zweiten Phase bearbeiteten Projekte hervor: "Den ausgewählten Preisträgern ist es in hervorragender Weise gelungen, das Potenzial der wichtigen vier Innenstadtorte zu aktivieren und so neue Perspektiven für eine vitale Stadt aufzuzeigen."

15 internationale und interdisziplinär besetzte Planungsteams haben nach rund zweimonatiger Bearbeitungszeit bis Mitte Mai ihre Gestaltungsideen fristgerecht eingereicht. An der ersten Phase, die sich Anfang März entschied, hatten 28 Teams teilgenommen.

Die TeilnehmerInnen waren aufgefordert, ein stadt- und freiräumliches Konzept für den nordwestlichen, westlichen, südwestlichen und südlichen Bereich der Innenstadt zu entwerfen. In der nun beendeten zweiten Phase sollten die 15 ausgewählten Teams die genannten vier Vertiefungsbereiche in Dreier- und Sechserkonkurrenzen eingehender bearbeiten. Von den TeilnehmerInnen wurde eine konstruktive und kritische Auseinandersetzung mit den Planungen der in Hannover besonders bedeutsamen Nachkriegsmoderne erwartet.

Die Ergebnisse fließen ein in das Innenstadtkonzept, dessen Ziel es ist, für die kommenden 15 Jahre die räumlichen und funktionalen Entwicklungen in der inneren Stadt Hannovers aufzuzeigen und zu gestalten. Das Konzept, über das schließlich der Rat der Stadt entscheidet, soll bis zum Jahresende erstellt und der Öffentlichkeit vorgelegt werden.

Für die Vertiefungsräume Klagesmarkt, Köbelinger Markt und Marstall wurde jeweils ein erster Preis, der mit 13.000 Euro dotiert war, vergeben. Für den Vertiefungsraum Leibnizufer/Hohes Ufer hat die Jury einen mit 14.000 Euro dotierten ersten Preis aufgrund des umfangreichen Bearbeitungsraumes und 7.000 Euro für den zweiten Preis vergeben. Alle teilnehmenden Teams der zweiten Phase erhalten 8.000 Euro Bearbeitungshonorar. Die Ausstellung in der Bauverwaltung, Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr zu sehen und läuft bis zum 20. August. Dieselben Öffnungszeiten der Bauverwaltung gelten für Interessierte, die sich den ersten Band einer voraussichtlich vierbändigen Schriftenreihe zu Hannover City 2020+ abholen möchten. Der kostenlose erste Band heißt "Die Vorträge", umfasst die Referate im Rahmen der öffentlichen Veranstaltungen und liegt in der Eingangshalle der Bauverwaltung aus. Die geplanten folgenden Bände tragen die Titel "Die Entwicklung der Stadt", "Der Wettbewerb" und "Das Konzept".

Zwischenergebnisse der 1. Phase

Die Ergebnisse der 1. Phase wurden am 5.3.2010 durch das Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Undine Giseke ausgewählt. Von den 28 eingereichten Arbeiten wurden 15 Teams für die 2. Phase ausgewählt.

Die Zwischenergebnisse der 1. Wettbewerbsphase wurden am 4.3.2010 in ihren Grundzügen vor der Entscheidung des Preisgerichtes im Auditorium des Sprengel Museums öffentlich vorgestellt.

Die Entwürfe waren vom 9.3.2010 bis zum 26.3.2010 im Bürgersaal des Neuen Rathauses in Hannover ausgestellt.

Die folgenden Teams haben die unterschiedlichen Vertiefungsräume Leibnizufer / Hohes Ufer, Marstall, Klagesmarkt und der Bereich um den Köbelinger Markt bis zum 18. Mai 2010 vertiefend bearbeitet.

Für die weitere Bearbeitung des Vertiefungsraumes Leibnizufer / Hohes Ufer wurden die folgenden sechs Planungsteams ausgewählt:

  • Lützow 7  C. Müller  J.Wehberg Garten- und Landschaftsarchitekten (Berlin)/ Gruentuch Ernst Planungs GmbH (Berlin)
  • Lohaus Carl Landschaftsarchitekten (Hannover) / Architekten BKSP (Hannover)
  • sinai. Faust.Schroll.Schwarz. Freiraumplanung + ProjektsteuerungGmbH (Berlin) /
  • Mola Winkelmüller Architekten (Berlin)
  • Hemprich Tophof Architekten (Berlin) / TDB Thomanek Duquesnoy Boemans Landschaftsarchitektur (Berlin)
  • Keller & Damm Landschaftsarchitekten Stadtplaner Partnerschaft (München) / 03 Architekten GmbH (Linz)
  • Kellner, Schleich, Wunderling, Architekten + Stadtplaner GmbH (Hannover) / Nagel Schonhoff und Partner, Landschaftsarchitekten – Stadtplaner (Hannover)

Der Vertiefungsraum Marstall wird von den folgenden drei Planungsteams bearbeitet werden:

  • Molestina Architekten GmbH (Köln, Madrid) / FSWLA Landschaftsarchitekten (Düsseldorf)
  • Maxwan architects + urbanists (Rotterdam) / Lola Landscape Architects (Rotterdam)
  • pp a/s Pesch Partner architekten stadtplaner (Herdecke/Stuttgart) /Glück Landschaftsarchitektur (Stuttgart)

Der Vertiefungsraum Klagesmarkt wird von den folgenden drei Planungsteams bearbeitet werden:

  • ORTNER + ORTNER (Wien) / TOPOTEK 1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH (Berlin)
  • Astoc GmbH ARCHITECTS & PLANNERS (Köln) /Jbbug, büro urbane gestalt
  • ATELIER LOIDL Landschaftsarchitekten (Berlin) /Jörg Wessendorf Architekten (Berlin)

Der Vertiefungsraum Köbelinger Markt/ Trammplatz wird von den folgenden drei Planungsteams bearbeitet werden:

  • Trojan Trojan + Partner , Architekten + Städtebauer BDA (Darmstadt) / WGF Nürnberg (Nürnberg)
  • Jabusch + Schneider Architekten (Hannover) /Büro Drecker (Bottrop)
  • morpho-logic (München) / Lex-Kerfers Landschaftsarchiekten (Bockhorn, München)

Unter den 28 Planungsteams der 1. Phase haben darüber hinaus die folgenden Büros Entwürfe eingereicht:

  • netzwerkarchitekten PartG (Darmstadt) / GTL Landschaftsarchitekten GbR (Kassel)
  • N2M Architektur & Stadtplanung GmbH (Hannover) / TH treibhaus landschaftsarchitektur, Berlin mit Prof. Martin Prominski (Berlin, Hannover)
  • Cityförster. Netzwerk für Architektur (Hannover, Berlin, Rotterdam, Oslo, Salerno) / Office Regina Poly (Berlin)
  • Kister Scheithauer Gross, architekten + stadtplaner GmbH (Köln) / a24_landschaft (Berlin)
  • BOLLES+WILSON GmbH (Münster) / Landschaftsarchitektur Ulrike Liebig (Münster)
  • Agence Ter GmbH (Karlsruhe) /Niemann + Steege, Gesellschaft für Stadtentwicklung (Düsseldorf)
  • Storch Ehlers Partner GbR: H. Storch, W. Ehlers, R. W. Klaus, M. Bockelmann (Hannover) / Planorama Landschaftsarchitektur (Berlin)
  • BB+GG Arquitectes (Barcelona) / Breimann & Bruun (Hamburg)
  • steidle architekten (München) / realgrün landschaftsarchitekten (München)
  • Ernst Niklaus Fausch Architekten ETH/sia GmbH (Zürich) / Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten (Zürich)
  • Prof. Klaus Schäfer, Architektur und Städtebau (Berlin) / studio.eu, Cannavò,Nicotera, Venier; www.studioeu.net (Berlin)
  • rheinflügel severin (in Arbeitsgemeinschaft) mit Prof. Volker Kleinekort (Düsseldorf) / RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Bonn)
  • Miralles/Tagliabue - EMBT (Barcelona)

 

Wettbewerbsart

Der Wettbewerb wird als nicht offener, zweistufiger städtebaulich- landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb mit ca. 30 Teilnehmern und einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren durchgeführt. Die Teilnehmer werden sich aus Arbeitsgemeinschaften von Architekten/Stadtplanern und Landschaftsarchitekten zusammensetzen. Vorgesehen ist eine Besetzung mit internationalen, nationalen und regional-lokalen Büros.
15 Teilnehmer sind eingeladen und weitere 15 Teilnehmer werden durch ein Auswahlgremium anhand von Bewerbungsunterlagen ausgewählt.

Wettbewerbsaufgabe und Wettbewerbsgebiet

Wichtige Aufgabenstellungen des Wettbewerbes sind unter anderem, wie eine funktionale und gestalterische Verbesserung des gesamten Systems der öffentliche Räume erfolgen kann und wie die zwei wichtigen Phasen in der Nachkriegsentwicklung – die Wiederaufbauphase und die Umgestaltung mit ausgedehnten Fußgängerbereichen in Folge des Stadtbahnbaus der 70er Jahre – als Chance für eine qualitative Weiterentwicklung der Innenstadt aufgegriffen werden können.
Im Rahmen des bisherigen Stadtdialoges hat eine Auseinandersetzung mit der Innenstadt und ihrer Verflechtungsbereiche insbesondere zu den Themen Funktionen, Nutzungen und Gestalt bzw. räumliche Qualitäten stattgefunden. In Folge dieses Prozesses sind einzelne Interventionsräume herausgearbeitet worden, für die eine planerische Auseinandersetzung als besonders wichtig erachtet wird.

Zu diesen wichtigen Interventionsräumen gehören insbesondere die Bereiche um den Klagesmarkt, den Marstall, den Köbelinger Markt/ Friedrichswall/ Trammplatz und das Hohe Ufer/Leibnizufer. Diskutiert wurden u.a. Entwicklungsperspektiven, die durch eine städtebauliche Arrondierung zu einer Qualitätssteigerung im Hinblick auf die Stärkung der Quartiere, die Nutzungsmischung und die Gestaltung der öffentlichen Räume führen könnten. Aber auch der Frage, wie es gelingen kann, das Neue Rathaus besser an die Altstadt anzubinden und den Trammplatz in seiner Funktion als repräsentativen Stadtplatz und Kristallisationspunkt des öffentlichen Lebens zu stärken, soll weiter nachgegangen werden.

Das Leibnizufer ist ein prägnantes Beispiel dafür, wie die städtebaulichen Leitvorstellungen der gegliederten und aufgelockerten Stadt in der Nachkriegszeit in Form „fließender“ Stadträume mit breiten Straßenzügen und baulichen Solitären umgesetzt wurden. Für diesen als „Stadtlandschaft“ zu betrachtenden Raum wurden Entwicklungsvarianten vorgestellt, die auch einen partiellen Straßenrückbau unter Wahrung der verkehrlichen Leistungsfähigkeit in die Betrachtung einbeziehen. Die Varianten umfassen freiraumplanerische Maßnahmen, die die innerstädtische Verbindung zwischen Maschseeraum und Herrenhausen verbessern, und städtebauliche Ideen, um die Calenberger Neustadt stärker mit der Altstadt zu verknüpfen.

Für diese einzelnen Interventionsräume sind bereits erste Vorstellungen durch das Büro Machleidt + Partner entwickelt worden, die in dem Innenstadtforum „Die aktive Stadt“ öffentlich vorgestellt wurden.
In der 1. Phase erfolgt eine Bearbeitung der süd-westlichen Innenstadt durch alle Teilnehmer, in der 2. Phase eine vertiefende Bearbeitung der 4 Interventionsorte durch jeweils 3 - 4 Teams.