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Forschungsergebnisse

Abgebaute Tankstelle © LHH
Stacheldraht vor Brachfläche - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.
Brachfläche am Lindener Hafen - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Der Bestand an Brach- und Reserveflächen in Hannover wurde aktualisiert und analysiert. Eine Darstellung und Auswertung erfolgte in verschiedenen thematischen Karten sowie in Datenbanken.

Um umfangreiche Vorinformationen über Brachflächen besser verfügbar zu machen, wurde das Flächeninformationssystem BraFIS entwickelt. In dem GIS-Werkzeug wurden vorhandene Daten durch so genannte Abfragen verknüpft. Informationen über z. B. Flächenanteile verschiedener Nutzungen oder die Entfernung zur nächsten Haltestelle des ÖPNV werden dabei automatisch generiert.

Zur Auswahl geeigneter Flächen für den Brachflächen-Fonds wurde ein Kriterienset entwickelt. Flächen lassen sich damit anhand von sozialen, ökologischen und ökonomischen Kriterien hinsichtlich der Nachhaltigkeit ihrer Flächenentwicklung, sowie anhand von Vermarktbarkeitskriterien hinsichtlich ihrer Chancen auf dem Immobilienmarkt bewerten.

Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden ein Konzept für einen privatwirtschaftlichen Brachflächen-Fonds entwickelt und die dazu gehörenden betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Anforderungen formuliert. Wirtschaftlichkeitsberechnungen anhand von verschiedenen Testflächen ergaben, dass ein solcher privatwirtschaftlicher Brachflächen-Fonds in Hannover nicht realisierbar wäre: Es konnten zu wenige potenziell geeignete Fonds-Flächen identifiziert werden. Die erforderliche Rendite von mindestens 8 % lässt sich mit den ausgewählten Testflächen und unter den festgestellten Rahmenbedingungen nicht erwirtschaften.

Es zeigte sich zudem, dass auch über Hannover hinaus nur sehr begrenzte Anwendungsmöglichkeiten für das Finanzierungsinstrument 'Brachflächen-Fonds' bestehen dürften, da für die Realisierung des Fonds Flächen benötigt werden, die ein erhebliches Wertsteigerungspotenzial aufweisen und sich gut vermarkten lassen. Dies würde gegebenenfalls unter veränderten Rahmenbedingungen möglich, wie z. B. durch einen stärkeren Immobilienmarkt mit höheren Grundstückswerten wie in Hamburg oder Stuttgart oder durch die Einbeziehung von Flächen aus mehreren Kommunen. Für den Einsatz eines derart modifizierten Instrumentes wären dann deutliche Anpassungen bzw. Veränderungen am Fonds-Konzept nötig.

Die Ergebnisse des Projektes werden soweit möglich in die laufende Stadtentwicklungsplanung, in die vorbereitende und verbindliche Bauleitplanung sowie in einzelne Schwerpunktprogramme, wie z. B. das Einfamilienhausprogramm Hannover und in die weitere Diskussion zur Praxis des Flächensparens auf kommunaler wie auf regionaler Ebene einfließen.

Das Projekt wurde durch die drei Forschungspartner ECOLOG-Institut, Landeshauptstadt Hannover und Leuphana Universität Lüneburg in drei Teilprojekten bearbeitet.

Eine ausführliche Dokumentation der Ergebnisse erfolgte für jedes Teilprojekt. Darüber hinaus wurde ein gemeinsamer Bericht erarbeitet, den Sie hier herunterladen können: