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Region Hannover

Besucherinnen und Besucher können den Eingang zum Haus der Region an der Hildesheimer Straße 20 über eine Treppe und eine Rampe erreichen. © Stahl, Region Hannover

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Wie umgehen mit Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus in der Schule?

Weiße Kugeln mit schwarzen Fragezeichen. © fotomek / fotolia.com

Fragen?

Ganz grundsätzlich geht es in der Schule darum, dass sich kein Nährboden für rechtsextreme Einstellungen und Verhaltensweisen bilden kann. Die pädagogischen Möglichkeiten liegen vorrangig im universellen und präventiven Bereich, indem dem sozialen, demokratischen und interkulturellen Lernen im pädagogischen Alltag gebührende Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Angesichts sich häufender Erscheinungen von Rechtsextremismus an manchen Schulen, z. B. wenn Schülerinnen/Schüler mit neonazistischen Aufnähern durch die Gebäude laufen, rechtsextreme Musik in Klassenräumen spielen, durch fremdenfeindliche Sprüche oder rechtsextreme Symbole oder Gesten im Unterricht auffallen, reichen präventive Maßnahmen nicht mehr aus, dann sind auch konkrete Interventionsmaßnahmen erforderlich. Wegsehen und Tabuisierung des Problems helfen nicht weiter, eine Besserung der Situation ist vielmehr nur über eine ehrliche Bestandsaufnahme und eine offene Auseinandersetzung innerhalb des Lehrerkollegiums sowie mit der Schüler- und Elternschaft zu erreichen. Wichtig ist, dass dem Eindruck konsequent entgegengewirkt wird, dass rechtsextremes Denken und Handeln an der Schule widerspruchslos hingenommen und geduldet werden. Inkonsequente, diffuse Haltungen im Kollegium könnten als Zustimmung verstanden werden. Konsequente Ablehnung und Ächtung von Rechtsextremismus und fremdenfeindlicher Gewalt sind auch deutliche Grenzsignale für potenzielle Mitläufer. Rechtsextremismus bietet Jugendlichen einfache Lösungen für ihre Orientierungsprobleme an: Autorität, Ordnung und klare Geschlechtsrollen. Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, das gemeinsame Outfit und die Musik, Machtgefühle und Vorbilder haben eine hohe Bedeutung für Jugendliche, die Erlebnisse und den emotionalen Kick suchen. Nicht zu unterschätzen ist das Bedürfnis vieler Jugendlicher nach Beheimatung und nationaler Selbstwertschätzung (vor allem in den neuen Bundesländern), die ihnen durch rechte Ideologien geboten werden. Daher ist es notwendig, frühzeitig diese Themen aufzugreifen und rechtzeitig Alternativen zu bieten. (Rat für Kriminalitätsverhütung in Schleswig-Holstein (Hrsg., 2008): Rechte Sprüche in der Klasse. Eine Unterrichtshilfe für Pädagoginnen und Pädagogen zum Umgang mit extrem rechts orientierten Schülerinnen und Schülern. http://www.zdb-wolfsburg.de/index.php?option=com_jdownloads&Itemid=18&view=finish&cid=64&catid=3)

Siehe FAQ: Argumente gegen rechts.

Informationen für Lehrerinnen und Lehrer unter:

http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/41316/wie-als-lehrer-auf-antisemitismus-reagieren

http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/41396/schule

www.zdb-wolfsburg.de