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Fördermittel

Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) (2014–2020)

Übersicht

Der Europäische Flüchtlingsfonds unterstützt die Mitgliedstaaten der EU bei der effizienten Steuerung der Migrationsströme, bei der Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen und bei der Bewältigung der dadurch entstehenden Folgelasten.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind nationale, regionale oder lokale Behörden in den Mitgliedstaaten, einschlägige internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und Sozialpartner.

Förderung

Der Fonds trägt überwiegend zur Kofinanzierung nationaler Programme bei.

Der EU-Kofinanzierungsanteil der Projekte beträgt grundsätzlich 75%. Unter besonderen Umständen, insbesondere, wenn ansonsten Projekte nicht durchgeführt und die Ziele des nationalen Programms nicht erreicht werden können, kann der Anteil über eine gesonderte Ausschreibung auf bis zu 90% betragen. Die Mittel werden im Wege der Anteilfinanzierung vergeben.

Beschreibung

Mitfinanziert werden Maßnahmen der Mitgliedstaaten in den folgenden Bereichen:

  • Gemeinsames Europäisches Asylsystem:
    • Verbesserung der Aufnahme- und Asylsysteme,
    • Ausbau der Kapazitäten der Mitgliedstaaten zur Gestaltung und zu Monitoring und Evaluierung ihrer Asylpolitik und -verfahren,
    • Neuansiedlung, Überstellung von Personen, die internationalen Schutz beantragt haben oder genießen, und sonstige Ad-hoc-Aufnahme aus humanitären Gründen.
  • Integration von Drittstaatsangehörigen und legale Migration:
    • Maßnahmen zur Einwanderung und Ausreisevorbereitung,
    • Integrationsmaßnahmen sowie
    • Praktische Zusammenarbeit und Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau (z.B. Ausarbeitung von Strategien, Zusammenarbeit zwischen den Drittländern und den Personalagenturen/ Arbeitsverwaltungen/ Einwanderungsbehörden, Datenerhebung und -analyse, Aufbau von Organisationsstrukturen für das Integrations- und Diversitätsmanagement).
  • Rückkehr:
    • Maßnahmen zur Begleitung von Rückkehrverfahren,
    • Rückkehrmaßnahmen (z.B. Identifizierung der Drittstaatsangehörigen, Zusammenarbeit mit den Konsularstellen und Einwanderungsbehörden, Hilfen bei freiwilliger Rückkehr, Abschiebungen, Reintegrationshilfen) sowie
    • Praktische Zusammenarbeit und Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau (z.B. Zusammenarbeit und Informationsaustausch zwischen den zuständigen Dienststellen und anderen Behörden der Mitgliedstaaten und beteiligter Drittländer, Datenerhebung und -analyse, Evaluierung der Rückkehrpolitik).

Antragsverfahren

Die Umsetzung des Programms erfolgt auf der Grundlage von nationalen Programmen der Mitgliedstaaten, auf deren Grundlage die Mittel des Fonds ausgereicht werden, sowie durch Unionsmaßnahmen, Soforthilfe und technische Hilfe auf Initiative der Kommission.

In Deutschland ist die Nationale Zentralstelle zur Verwaltung des Europäischen Flüchtlingsfonds beim Bundesamt für die Migration und Flüchtlinge (BAMF) für die Durchführung des Programms zuständig.

Die Antragsfristen werden auf den Internetseiten des BAMF bekannt gegeben.

 

Das Programm läuft vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2020.