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Kommunalwahlen 2016

Wie wird gezählt?

Die Mandate für die kommunalen Vertretungen werden nach den Grundsätzen einer mit der Personenwahl verbundenen Verhältniswahl vergeben.

Dazu gibt es ein mehrstufiges Umrechnungsverfahren, das nach dem Engländer Thomas Hare und dem deutschen Mathematikprofessor Horst Niemeyer benannt wurde. Alle Stimmen für den Wahlvorschlag einer Partei oder einer Wählergruppe im Wahlgebiet werden zunächst zusammengezählt (Gesamtergebnis). Es ist dabei gleichgültig, ob Stimmen für die Gesamtliste oder für einzelne Personen des jeweiligen Wahlvorschlags abgegeben wurden. Das jeweilige Gesamtergebnis der einzelnen Wahlvorschläge wird ins Verhältnis zur Gesamtzahl aller im Wahlgebiet abgegebenen gültigen Stimmen gesetzt. Der so ermittelte Anteilswert für jeden einzelnen Wahlvorschlag wird dann mit der Gesamtzahl der zu vergebenden Mandate multipliziert.

Jeder Wahlvorschlag erhält dabei zunächst für die so errechnete Ganzzahl Mandate. Wenn dann noch Mandate zu verteilen sind, erhalten diese dann die Wahlvorschläge in der Reihenfolge der höchsten Nachkommawerte, bis alle Mandate auf die Wahlvorschläge verteilt sind. Am Ende dieses Rechenschritts steht also bereits das Kräfteverhältnis zwischen den künftigen Fraktionen fest.

Wenn mehrere Wahlbereiche bestehen, wird die so ermittelte Mandatszahl auf die einzelnen Vorschlagslisten je Wahlbereich verteilt und zwar Wahlvorschlag für Wahlvorschlag, entsprechend des Zuteilungsverfahrens aus dem vorherigen Schritt. Damit steht dann fest, wie viele Mandate ein Wahlvorschlag aus welchem Wahlbereich besetzt.

Um zu ermitteln, welche Person dann konkret ein Mandat erlangt, werden in jedem Wahlbereich, in dem ein Wahlvorschlag Mandate zugeteilt bekommen hat, alle Stimmen, die auf einzelne Bewerber entfallen sind, zusammengezählt und ins Verhältnis zur Summe aus Bewerberstimmen und Gesamtlistenstimmen des Wahlvorschlag im jeweiligen Wahlbereich gesetzt. Dieser Verhältniswert wird mit der Zahl der auf den Wahlbereich für den Wahlvorschlag entfallenden Mandate multipliziert. Auch hier werden wieder erst die ganzen Zahlen und hernach die Anteilswerte nach den höchsten Ergebnissen zugeteilt. Das Ergebnis gibt an, wieviele Mandate dem Wahlvorschlag dann innerhalb des einzelnen Wahlbereichs für Personenstimmen (Personenmandate) und wieviele ihr für Listenstimmen zustehen (Listenmandate).

Entsprechend der Zahl der zustehenden Personenmandate erhalten danach die Bewerberinnen und Bewerber in der Reihenfolge der höchsten persönlichen Stimmenzahl ein Mandat. Die Listenmandate werden auf die verbliebenen Bewerberinnen und Bewerber nach der im Wahlvorschlag ursprünglich vorgesehenen Reihenfolge zugeteilt.

Sollten in einem Wahlbereich nicht genügend Bewerberinnen und Bewerber eines Wahlvorschlags zur Verfügung stehen, werden die weiteren Mandate nach der höchsten persönlichen Stimmenzahl über alle Wahlbereiche hinweg zugeteilt. Reicht auch das nicht, verfallen die noch offenen Mandate.