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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

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Bombenfund in Marienwerder

Bombenentschärfung erfolgreich abgeschlossen

Eine amerikanische Fliegerbombe konnte in Marienwerder in der Nacht zum 1. Dezember erfolgreich entschärft werden. 150 Personen waren im Vorfeld aufgefordert worden, den Sperrbereich zu verlassen. Neben dem hannoverschen Stadtteil Marienwerder waren auch Teile des Garbsener Stadtteils Havelse betroffen.

Bei Bauarbeiten auf einem Betriebsgelände Am Leineufer (Stadtteil Marienwerder) wurde am frühen Abend des 30. Novembers eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Bombe musste noch in der Nacht zum 1. Dezember unschädlich gemacht werden.

150 Personen wurden evakuiert 

Vor der Entschärfung war es erforderlich, einen Sicherheitsbereich mit einem Radius von rund 500 Metern um den Fundort der Bombe einzurichten. Die etwa 150 Bewohnerinnen und Bewohner des betroffenen Bereiches in Marienwerder und Havelse waren aufgefordert, um 22 Uhr ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Auch die Beschäftigten in mehreren Betrieben mussten ihre Arbeitsplätze verlassen.

115 Personen und acht Hunde kamen in die Betreuungsstelle 

Insgesamt kamen 115 Bürgerinnen und Bürger mit acht Hunden in die umgehend eingerichtete Betreuungsstelle in die Aula des Schulzentrums Garbsen im Planetenring. Darunter waren auch 23 Mitarbeiter eines hannoverschen Lohnhärtereibetriebes. Lediglich zwei Personen mussten mit Krankentransportwagen transportiert werden. Die Betroffenen in der Betreuungsstelle zeigten großes Verständnis für die notwendigen Einsatzmaßnahmen und verhielten sich äußerst diszipliniert.

Beschädigter Bombenkörper erschwerte die Arbeit

Nach Abschluss der Evakuierung konnten die Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) um 0:36 Uhr mit der Entschärfung der Bombe beginnen. Der KBD entfernte den Aufschlagzünder aus dem Heck der amerikanischen Fliegerbombe – keine leichte Aufgabe, denn der Bombenkörper war bereits beschädigt. 

Feuerwehrchef Claus Lange dankt allen Beteiligten

"Die besonderen Herausforderungen bei einem akuten Bombenfund konnten erfolgreich bewältigt werden. Alle beteiligten Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Deutschem Roten Kreuz und KBD arbeiteten sehr gut zusammen. Mein besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehren aus Hannover und Garbsen sowie des DRK. Auch den von der Evakuierung betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in Garbsen und Hannover danke ich für Verständnis, Geduld und Unterstützung der erforderlichen Maßnahmen", so das abschließende Fazit von Feuerwehrchef Claus Lange, der erleichtert war, als ihn die Meldung von der Entschärfung um 1:08 Uhr erreichte.

241 Kräfte im Einsatz

Eingesetzt waren insgesamt 241 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei und KBD. Beim gemeinsamen Bürgertelefon von Feuerwehr Hannover und Region Hannover gingen mehr als 120 Anrufe ein.

Das Protokoll des Abends zum Nachlesen

1. Dezember – 01:05 Uhr: Bombe entschärft, Sperrung aufgehoben

Die Bombe ist entschärft, die Sperrung ist aufgehoben. Die Bewohnerinnen und Bewohner können zurück in ihre Wohnungen.

1. Dezember – 00:35 Uhr: Sicherheit hergestellt

Phönix hat seinen Kontrollflug abgeschlossen – anschließend konnte die Sicherheit des Bereichs festgestellt werden. Die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes beginnen jetzt mit der genauen Untersuchung des Blindgängers.

1. Dezember – 00:16 Uhr: Räumung abgeschlossen, aber noch keine Sicherheit

Die Räumung ist weitestgehend abgeschlossen. Um vollständige Sicherheit zu gewährleisten, überfliegt der Polizeihubschrauber Phönix in diesem Moment den Sicherheitsbereich. In der Betreuungsstelle befinden sich derzeit 115 Personen und acht Hunde. 

30. November – 23:37 Uhr: Evakuierung verläuft planmäßig

Die Räumung des Sicherheitsbereichs ist zu über 90% abgeschlossen. In der Sammelstelle befinden sich derzeit 88 Personen und acht Hunde.

Beim Bürgertelefon sind bereits über 100 Anrufe eingegangen. Insgesamt sind mehr als 200 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, DRK und Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen im Einsatz.

30. November – 22:38 Uhr: Auswirkungen auf den ÖPNV

Die Stadtbahnhinien 4 und 5 enden ab 23:30 Uhr an der Station "Stöcken". Der Schienenersatzverkehr für die Linie 4 fährt wie folgt: Mecklenheidestr., Jädekamp, Wissenschaftspark, B6, Garbsen Landstraße, Am Hasenberg, Planetenring und Garbsen. Sämtliche Buslinien umfahren den Sicherheitsbereich.

30. November – 22:27 Uhr: Evakuierung hat begonnen

Seit 22 Uhr ist die Sammelstelle geöffnet. Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner sind aufgerufen, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Entschärfung des Blindgängers kann erst beginnen, wenn der Sicherheitsbereich geräumt ist.

30. November – 21:30 Uhr: Sicherheitsbereich festgelegt

Bewohner sollen ihre Wohnungen um 22:00 Uhr verlassen / Sammelstelle in der Aula des Schulzentrums 1 eingerichtet

Von dem mit den Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst abgestimmten Sicherheitsbereich sind von Hannover Teile Marienwerders und Teile des Garbsener Stadtteiles Havelse sowie auch der Mittellandkanal betroffen. Der Bereich innerhalb des Evakuierungsradius muss evakuiert werden. Betroffen von der Evakuierung sind zirka 150 Bürgerinnen und Bürger sowie auch mehrere Betriebe. Die Bewohner werden gebeten, um 22:00 Uhr ihre Wohnungen zu verlassen. Eine Sammelstelle wird in der Aula des Schulzentrums 1 in Garbsen, Planetenring / Am Hasenberge, eingerichtet. Gehbehinderte Personen können unter der Rufnummer 19222 einen Krankentransport anfordern.

Rückkehr voraussichtlich erst in den Nachtstunden möglich

Die erforderliche Entschärfung der Fliegerbombe kann erst nach erfolgreicher Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen. Der Sicherheitsbereich ist so bemessen, dass eine gegebenenfalls erforderliche Sprengung ebenfalls durchgeführt werden kann. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger können voraussichtlich erst in den Nachtstunden in ihre Wohnung zurückkehren und werden daher gebeten, alle unbedingt für sie notwendige Dinge, wie zum Beispiel Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung sowie angemessene Kleidung mitzunehmen und auch ihre Nachbarn über die Evakuierungsmaßnahme zu informieren.

Bürgertelefon eingerichtet

Für Fragen aus der Bevölkerung steht ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0800 / 7 31 31 31 zur Verfügung.

Liste der von der Evakuierung betroffenen Straßen

30. November – 19:12 Uhr

Zurzeit werden die Vorbereitungen für die erforderliche Entschärfung getroffen. Ein Kartenausschnitt mit dem Evakuierungsradius sowie eine detaillierte Liste der betroffenen Straßen zur Information der betroffenen Bevölkerung werden derzeit erstellt und in Kürze zur Verfügung gestellt. Auch die Information über die Adresse der Betreuungs- und Sammelstelle sowie die Einrichtung eines Bürgertelefons werden in Kürze veröffentlicht. Die betroffene Bevölkerung im Evakuierungsbereich wird zu diesem Zeitpunkt ebenfalls über KATWARN informiert.

Die erforderliche Entschärfung der Fliegerbombe kann erst nach erfolgreicher Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen.

Aktuelle Informationen erhalten Betroffene und Interessierte über Rundfunkdurchsagen und die Internetportale der Landeshauptstadt Hannover (www.hannover.de) sowie der Feuerwehr Hannover (www.feuerwehr-hannover.de). In den Sozialen Medien informiert die Landeshauptstadt über das Twitter-Profil @hannover mit #hannbombe sowie auf der Facebookseite facebook.com/lhhannover.

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