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Symbolbild Feuerwehr Hannover © Ulrich Reinecke Photography

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Feuerwehrverband der Region Hannover e.V.

5. Empfang des Feuerwehrverbandes Region Hannover e.V.

"Katastrophenschutz stärken – gemeinsam für die Sicherheit in der Region Hannover“ ist Thema des 5. Empfangs des Feuerwehrverbandes Region Hannover e.V.

Das Haus der Region im Zeichen der Feuerwehr © Feuerwehrverband Hannover e.V.

Das Haus der Region im Zeichen der Feuerwehr

Der Feuerwehrverband Region Hannover e.V. hatte für den heutigen Sonntagvormittag zahlrei­che Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Organisationen des öffentlichen Lebens in das Haus der Region Hannover zu ihrem alle zwei Jahre stattfindenden Empfang eingeladen. Seit seiner Gründung im Jahr 2006 fand dieser Empfang bereits zum 5. Mal statt.

Karl-Heinz Mensing konnte als Vorsitzender des Verbandes zu dieser Veranstaltung rund 140 Gäste begrüßen. Als Vertreter der Landeshauptstadt Hannover sprach Bürgermeister Thomas Hermann ein Grußwort, das direkt auf das Thema des Empfangs überleitete. Bürgermeister Hermann lobte die große Bereitschaft in der Gesellschaft im Katastrophenfall zu helfen und verwies auf das durch die sozialen Netzwerke entstandene neue Phänomen der „Spontanhelfer“ wie es sich beim sogenannten Jahrhunderthochwasser an der Elbe zeigte. Er betonte, dass für die Einbindung der Spontanhelfer noch Strukturen zu schaffen sind.

Claus Lange, Direktor der Feuerwehr Hannover und stellvertretender Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Region Hannover e.V., zeigte in seinem Vortrag unter dem Titel

„Katastrophenschutz stärken – gemeinsam für die Sicherheit in der Region Hannover“

auf, wie der Bevölkerungsschutz im Katastrophenfall in der Region Hannover organisiert ist und auf welchen Feldern noch Handlungsbedarf besteht. Dabei mahnte er beim Land Niedersach­sen ein einheitliches Konzept zur Führungsorganisation an, damit es bei landkreisübergreifen­den Katastrophen keine Reibungsverluste gibt. Auch forderte Lange in Erinnerung an den Stromausfall in Hannover am 13. Juli 2011 beim Land einen Sonderplan „Kritische Infrastruktur“ an. Einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Information der Bevölkerung haben Landes­hauptstadt und Region Hannover mit der Einführung der Smartphone-App „KatWarn“ im August getan. Über diese App und SMS-Nachrichten sind bereits rund 60.000 Nutzer in der ganzen Region erreichbar. Claus Lange betonte, wie zuvor schon Bürgermeister Thomas Hermann, dass die Ehrenamtlichkeit im Katastrophenfall unersetzlich ist. „Wir sind froh dass wir so viele Helfer haben. Wobei nicht mehr von Helfern sondern von Experten gesprochen werden sollte, da dies den besonderen Herausforderungen mehr entspricht und die Wertschätzung für ihren Einsatz erhöht." Darüber hinaus kritisierte Claus Lange, das deutlich zu geringe Engagement des Bundes bei der Ersatzbeschaffung von inzwischen rund 30 Jahre alten Fahrzeugen im Ka­tastrophenschutz, die bei den Feuerwehren stationiert sind. Hier hat sich bereits ein Investiti­onsstau aufgebaut.

In seinem Schlusswort dankte der Vorsitzende des Verbandes Karl-Heinz Mensing der Region für die organisatorische Unterstützung, dem Blasorchester des Feuerwehrverbandes unter der Leitung von Hauptstabführer Dieter Hoffmann für die musikalische Umrahmung des Empfangs sowie dem Verpflegungszug der Freiwilligen Feuerwehr Poggenhagen (Neustadt a. Rbg.) für die Bewirtung der Gäste. Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten Gäste und Feuerwehrführungskräfte noch intensiv den „Marktplatz“ zum kommunikativen Austausch.