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Gender Mainstreaming bei den Vereinten Nationen

Vereinte Nationen © Bundesministerium für Arbeit und Soziales

1985
Die 3. Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen in Nairobi geht auf die Kritik an der bestehenden Form der Entwicklungspolitik und der daraus folgenden Forderung nach einer verstärkten Integration von Frauen in den Mainstream ein. Im Abschlussbericht heißt es: "Frauen sollten ein integraler Bestandteil des Prozesses des Definierens von Zielen und der Gestaltung von Entwicklung sein (...) Organisatorische und andere Mittel, die Frauen befähigen, ihre Interessen und Präferenzen in die Auswertung und Wahl von alternativen Entwicklungszielen einzubringen, sollten identifiziert und werden. Dies würde spezifische Maßnahmen beinhalten, die so konzipiert sind, dass die Autonomie von Frauen gesteigert wird, so dass sie Frauen in den Mainstream des Entwicklungsprozesses bringen auf gleicher Basis mit Männern." (UN 1986). Auch wenn in diesem Papier weder von Gender noch von Mainstreaming die Rede ist, kann die 3. Weltfrauenkonferenz als ein wichtiger Baustein der Entwicklung der Strategie Gender Mainstreaming gesehen werden.

1995
Auf der 4. Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen in Peking wird Gender Mainstreaming als Strategie der internationalen Gleichstellungspolitik endgültig eingeführt, als Querschnittsthema bekräftigt und verankert. Alle Mitgliedstaaten sind nun verpflichtet, ein Konzept zur Implementierung von Gender Mainstreaming zu entwickeln.

Am 15. September 1995 unterzeichnen Delegierte aus 189 Ländern die Pekinger Erklärung und die Pekinger Aktionsplattform, die ein einzigartiges Programm zur Gleichstellung von Frauen und Männern in zwölf kritischen Themenfeldern darstellt. Es geht um "Frauen und Armut", "Bildung und Ausbildung von Frauen", "Frauen und Gesundheit", "Gewalt gegen Frauen", "Frauen und bewaffnete Konflikte", "Frauen und Wirtschaft", "Frauen in Macht- und Entscheidungspositionen", "Mechanismen zur Förderung von Frauen", "Menschenrechte von Frauen", "Frauen und Medien", "Frauen und Umwelt", "Mädchen".

2000
Fünf Jahre nach Peking findet  im Juni 2000 in New York die 23. UN-Sondergeneralversammlung Peking + 5 statt, um bisher Erreichtes zu resümieren und weitere Entwicklungen zu initiieren. Im Laufe der Konferenz werden mangelnde Fortschritten auf der Handlungsebene kritisiert. Eine konservative Wende innerhalb des Machtgefüges der UN-Staaten führt dazu, dass bereits festgeschriebene Rechte in Frage gestellt werden und verteidigt werden müssen.

Am Ende der Konferenz wird eine Erklärung herausgegeben, die bereits verabschiedete Dokumente noch einmal bestätigt, ("Resolution: Political Declaration"). Außerdem werden Beschlüsse zur Umsetzung von Frauenrechten und Gleichstellungsforderungen verabschiedet ("Resolution: Further actions and initiatives to implement the Beijing Declaration and Platform for Action"). Diese Beschlüsse gehen nicht wesentlich über die von 1995 hinaus.

2005
Zehn Jahre nach der  4. Weltfrauenkonferenz in Peking findet vom 28. Februar bis 11. März 2005 die 49. VN-Frauenrechtskommission statt. Auf dieser Konferenz wird die Umsetzung der im Jahr 2000 verabschiedeten Abschlussdokumente überprüft. Zur Vorbereitung der Prüfung waren alle unterzeichnenden Staaten aufgerufen, in einem Fragebogen über den Stand der nationalen Umsetzung zu berichten.

2006
Die 50. Sitzung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen findet vom 27. Februar bis 10. März 2006 in New York statt und fordert unter anderem gleiche Teilhabe von Frauen und Männern in Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen .