Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Acht Personen stehen in einer Reihe vor einer Platwand mit der Überschrift "Willkommen in der Stadt von morgen!" Eine Frau mit Kopftuch hält eine eingerahmte Urkunde in der Hand. © LHH

Glücklich über den Preis: Oberbürgermeister Stefan Schostok, Vertreter/innen des Hauses der Religionen, der Initiative „Deutschland - Land der Ideen“ und der Deutschen Bank.

Preisverleihung

Auszeichnung für Haus der Religionen

Das Haus der Religionen ist jetzt offiziell ein „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen”.

Die von der Bundesregierung und der deutschen Industrie gestartete Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ hat das Haus der Religionen e.V. (HdR) für seine gelebte Toleranz ausgezeichnet. Ausgeschrieben war der Preiswettbewerb diesmal unter dem Titel „Ideen finden Stadt“. Es waren also innovative Impulse für die Stadtgesellschaft von morgen gesucht.

Am 7. Februar 2014 wurde nun der Preis für das Haus der Religionen samt der von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichnete Urkunde vor Ort überreicht. Mit dabei war auch Christian Blöhs als Vertreter der Deutschen Bank, die den Wettbewerb finanziell fördert.

Das HdR wird von einem Trägerverein betrieben, in welchem sich Vertreter/innen fast aller Weltreligionen und der verschiedensten Bekenntnisse zusammen getan haben, um im ständigen Dialog voneinander lernen. Gemeinsames Anliegen ist es, das friedliche Zusammenleben zu fördern und präventiv gegen Konflikte unter den unterschiedlichen Religionsgemeinden vorzugehen. Zugleich ist das HdR ein wichtiger interreligiöser Bildungsort und wird in dieser Arbeit von der Landeshauptstadt Hannover dauerhaft finanziell unterstützt.

Der Vorsitzende des Trägervereins und Theologie-Professor Wolfgang Reinbold zeigte sich in seinem Grußwort sehr erfreut über die Auszeichnung und blickte zurück auf die Entstehungsgeschichte des HdR. Auch Juliane von Trotha von der Initiative „Land der Ideen“ sah eine wichtige Rolle im Haus der Religionen. Konflikte zwischen Gruppen verschiedener Glaubensbekenntnisse seien leider auch heute noch ein aktuelles Thema. Durch die praktisch umgesetzte Idee der „gelebten Toleranz“ sei das HdR ein wichtiger Akteur, um derartige Streitigkeiten möglichst schon weit im Vorfeld gemeinsam zu verhindern. Überhaupt werde in Hannover regelmäßig soziales Engagement bewiesen – dadurch habe die Stadt eine Vorreiterrolle in vielen Bereichen.

Über das Lob freute sich auch der Oberbürgermeister und HdR-Schirmherr Stefan Schostok. Für die Kommune Hannover sei der Preis wie „ein Oscar und Grimmy zugleich“. Auch er betonte die Wichtigkeit der Arbeit des HdR, denn in einer multireligiösen Gesellschaft sei der gemeinsame Dialog zeitgemäß und notwendig. Vor diesem Hintergrund sei er besonders erfreut darüber, dass das Engagement in Hannover mit dem bundesweit begehrte Preis gewürdigt wurde. Die Stadt bemühe sich grundsätzlich um die Inklusion aller Bewohner/innen. So werde zum Beispiel der muslimische Fastenmonat Ramadan mit festlichen Empfängen im Rathaus gefeiert. Als Oberbürgermeister sei er stolz über den „authentischen Preis“, denn er sei ein Beleg dafür, dass man als Stadtgesellschaft auf dem richtigen Weg zur gelingenden Integration sei.

Nach Ende der offiziellen Preisverleihung tauschten sich die Anwesenden noch gut eine halbe Stunde bei Kaffee und Kuchen.