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Zwei Zehneuroscheine, ein Hunderteuroschein, ein Zwanzigeuroschein, ein Fünfeuroschein, mehrere Münzen und ein blauer Kugelschreiber liegen auf einem grauen Tisch. © Sawadka, Region Hannover

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Integrationsfonds 2016

Region fördert 30 Projekte für ein gelungenes Miteinander

Mit der Handykamera die neue Heimat erkunden, gemeinsam im Chor der Nationen singen, zusammen einen Garten pflegen - viele Anträge beziehen sich auf Vorhaben für Flüchtlinge.

Integration gelingt am besten, wenn Menschen etwas miteinander erleben oder schaffen. Darauf setzen auch Vereine und Organisationen in der Region Hannover. 30 von ihnen werden jetzt aus dem Fonds der Region Hannover "Miteinander – Gemeinsam für Integration" gefördert. Der Regionsausschuss hat am Dienstag, 20. September 2016, grünes Licht für die Zuschüsse gegeben. Insgesamt fließen knapp 155.000 Euro. Das Oberthema lautete "Gleichheit + Differenz = VIELFALT".

Teilhabe von Flüchtlingen 

Seit 2009 bezuschusst die Region Hannover jedes Jahr aus dem Integrationsfonds Vorhaben, die das Miteinander von Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte fördert. "In diesem Jahr hatten wir besonders viele Anträge, die sich auf die Teilhabe von Flüchtlingen beziehen – dieses Thema hatten wir auch als einen möglichen Schwerpunkt benannt", sagt Dorota Szymanska, Leiterin der Koordinierungsstelle Integration der Region Hannover.

Im Vergleich zu den Vorjahren

sind weniger Anträge eingegangen: Insgesamt 58 Projektanträge lagen der sechsköpfigen Jury, die die Entscheidung des Regionsausschusses vorbereitet hat, vor. "Viele Initiativen engagieren sich zurzeit sehr in der Flüchtlingsarbeit, so dass sie wenig Zeit hatten, einen Antrag auszuarbeiten", weiß Szymanska zu berichten. "Die Anträge sind professioneller geworden", stellt die Leiterin der Koordinierungsstelle fest.

Regionspräsident Hauke Jagau lobte

die Bandbreite der Projekte: "Es ist spannend zu sehen, mit was für unterschiedlichen Ideen Menschen an das Thema Integration gehen. Ich freue mich über das Engagement. Das Wichtigste ist, das Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte einander kennen lernen. Nur so können Gemeinsamkeiten entdeckt werden und die Anerkennung füreinander auf beiden Seiten gestärkt werden."

Gefördert werden

  • 4 Projekte in Burgdorf
  • 1 Projekt in Burgwedel
  • 1 Projekt in Garbsen/Wunstorf
  • 13 Projekte in Hannover
  • 1 Projekt in Hemmingen
  • 1 Projekte in Laatzen
  • 3 Projekte in Langenhagen
  • 1 Projekt in Lehrte
  • 2 Projekte in Ronnenberg
  • 3 Projekte in Springe

Niederschwellige und nachhaltige Projekte

"Der Jury war wichtig, dass die Projekte niederschwellig und nachhaltig sind, einen Vorbildcharakter haben und dass Migrantinnen und Migranten aktiv mitarbeiten", sagt Jurymitglied Ute von Wrangell. So plant die Projektwerkstatt Umwelt und Entwicklung e.V., mit Flüchtlingen Fernsehbeiträge für den hannoverschen Sender h1 zu erstellen. Der Nachbarschaftsladen Doppelpunkt in Springe möchte eine Fahrradwerkstatt einrichten, in dem Geflüchtete mit Helferinnen und Helfern Räder reparieren – und dann selber nutzen. Zudem sind Radfahrkurse geplant.  In Burgwedel werden Flüchtlinge eingeladen, Fotos zu machen und so ihre Erwartungen an die Zukunft in Bilder zu fassen. Die Stadt Burgdorf hat vor, Geflüchteten den Zugang zu Betrieben zu ebnen, um den Einstieg ins Arbeitsleben zu erleichtern. Und der Verein Cameroonians of Hannover e.V. plant Ersthelferausbildungen für Migrantinnen und Migranten.

Detaillierte Aufstellung

(Veröffentlicht am 20. September 2016)