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Dritte Sitzung des Integrationsrates

Bilder von der Sitzung des Integrationsrates Hannover vom 5. November 2009 © Ranko Lukic

In der vorderen Reihe die Mitglieder Heine, Çelebi-Bektaş, Lam und Nangia (v.l.n.r.)

Am 5. November traf sich der „Integrationsrat Hannover“ – wie immer unter Vorsitz von Oberbürgermeister Stephan Weil – zu seiner letzten Sitzung für dieses Jahr. Neben 38 Mitgliedern und etlichen Gästen hatte sich mit Fachbereichsleiterin Broßat-Warschun, Stadtjugendpfleger Honisch und Jugendhilfeplanerin Teschner fast die gesamte Führungspitze des Fachbereichs Jugend und Familie eingefunden. Denn auf der Tagesordnung stand als erstes der Hauptthemen einen Bericht über den aktuellen Bildungsplan der Landeshauptstadt Hannover.

Nach einer Einführung durch die Fachbereichsleiterin oblag es vor allem der Jugendhilfeplanerin Ingrid Teschner den Mitgliedern einen roten Faden durch den über 100 Seiten starken Plan an die Hand zu geben. Ein Schwergewicht legte sie auf das Ziel der Herstellung von Chancengerechtigkeit bei der Bildung für alle Kinder und Jugendlichen. Wie der Bildungsplan zeigt, engagiert sich Hannover mit großem Einsatz an Maßnahmen und Mitteln für die Beseitigung des eklatanten Missverhältnisses zwischen den Bildungserfolgen von Schüler/innen mit Migrationshintergrund und solchen ohne Migrationshintergrund. Stadtjugendpfleger Honisch präsentierte sodann das weite Spektrum der konkreten Unterstützungsprojekte, die mit den Mitteln von Spiel, Sport und Spaß die Chancengerechtigkeit fördern. In der Aussprache über die Präsentation tauchten immer wieder die Stichworte Ganztagsschule und Bilingualität auf. Oberbürgermeister Weil betonte, dass Bildung der absolute Kernbereich der städtischen Arbeit sei. Als Anregung nehme er mit, die Förderung von Bilingualität stärker in den Blick zu nehmen.

Anschließend widmeten sich die Mitglieder des Integrationsrates einer Vorlage in eigener Sache: Wie sollen Selbstbild und Arbeitsweise des Integrationsrates in Zukunft aussehen? Sebastian Wertmüller, Vorsitzender des DGB Region Hannover und Mitglied seit der ersten Sitzung des Gremiums, hatte ein Arbeitspapier zur Diskussion gestellt, das intensiv und teilweise auch kontrovers erörtert wurde. In der Debatte schälte sich als Konsens heraus, dass die informelle und flexible Arbeitsweise des Gremiums bewahrt bleiben solle. Allerdings will sich das Gremium zukünftig ein Jahres-Arbeitsprogramm geben.

Die nächste Sitzung des Integrationsrates wird Anfang des Jahres 2010 stattfinden. Die Präsentation zum Bildungsplan der Landeshauptstadt Hannover können Sie hier herunterladen:

Geschäftsstelle des Integrationsrates Dr. Günter Max Behrendt