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Gremien

Integrationsbeiräte in der Landeshauptstadt Hannover

Eine kurze Übersicht zur Arbeit der 13 Integrationsbeiräte in den Stadtbezirken.

Wer in den 2008 vom Rat beschlossenen Lokalen Integrationsplan (LIP) schaut, wird wird hier die grundliegende Entscheidung zur Bildung von Integrationsbeiräten auf Ebene der Stadtbezirke finden. Der LIP hat damit die Integrationsarbeit in Hannover ein großes Stück vorangebracht. Denn seither sind – neben den vielen Vereinen und Verbänden – die Stadtverwaltung und der Internationale Ausschuss des Rates längst nicht mehr die einzigen Akteure, vielmehr sind nun auch die Integrationsbeiräte in den 13 Stadtbezirken auf den Plan getreten.

Was machen die Integrationsbeiräte?

In den Integrationsbeiräten wird die stadtbezirksorientierte Integrationsarbeit diskutiert, organisiert und gefördert. Bei der Ausgestaltung der konkreten Arbeit der Integrationsbeiräte vor Ort zeichnen sich mittlerweile sehr unterschiedliche Wege ab. Einige Beiräte fördern vor allem die Integrationsarbeit durch finanzielle Zuwendung an Projekte, andere entwickeln neben der Förderung auch eigene Projektideen, die mit eigenen Mitteln finanziert werden. So entstand zum Beispiel eine Broschüre zum interreligiösen Dialog und es wurden auch zahlreiche interkulturelle Stadtteilfeste durchgeführt. Einige der Integrationsbeiräte vergeben in ihrem Stadtbezirk auch Preise für herausragende ehrenamtliche Integrationsarbeit. Es werden aber auch die Anliegen der im Stadtbezirk lebenden Menschen mit Migrationshintergrund diskutiert. Durch den direkten Kontakt zu den Einwohner/innen kann zielorientiert gearbeitet und geplant werden. So können auch schwierige Situationen und Konflikte vor Ort in den Stadtteilen diskutiert und Lösungen dafür erarbeitet werden. Die Arbeit der Integrationsbeiräte verfolgt folgende Ziele:

  • Abbau von Zugangsbarrieren durch persönlichen Kontakt
  • Stärkung des Willens zur Zusammenarbeit möglichst aller Akteur/innen
  • Verstärkung dieser Motivation durch die Erfahrung, mit eigener Arbeit zu Verbesserungen und Erfolgen am Lebensort beizutragen

Insgesamt sind viele Ansätze zur Unterstützung einer nachhaltigen Integrationspolitik entstanden. Die Beiräte selbst sind beratende Gremien, ihre Initiativen müssen vom übergeordneten Stadtbezirksrat in ordentliche Beschlüsse umgesetzt werden. Ihre Sitzungen sind öffentlich.

Über welche Mittel verfügen die I-Beiräte?

Der Rat der LHH stellt den Beiräten zur Förderung der Integration insgesamt ein jährliches Budget in Höhe von 150.000 Euro zur Verfügung. Die weitere Verteilung an die einzelnen Beiräte ergibt sich aus der Einwohnerzahl der jeweiligen Bezirke, in denen sie angesiedelt sind. Aus diesen Mitteln können sie einzelne Projekte mit bis zu je 3.000 Euro fördern. Der formelle Beschluss zur Förderung der von den Integrationsbeiräten vorgeschlagenen Projekte liegt beim übergeordneten Stadtbezirksrat.

Wie sind die I-Beiräte zusammengesetzt?

Über die Besetzung der Integrationsbeiräte entscheiden die jeweiligen Bezirksräte, indem sie die Mitglieder „berufen“. Dabei darf die Größe des Integrationsbeirates die des zugehörigen Bezirksrates (max. 19 Personen) nicht überschreiten. Die Beiräte sind mindestens zur Hälfte von mit Menschen mit Migrationshintergrund zu besetzen. Die andere Hälfte bilden zu gleichen Anteilen Mitglieder des Stadtbezirksrates und Multiplikator/innen aus der Stadtgesellschaft. Einmal im Jahr tagen alle Integrationsbeiräte der Stadt in einer gemeinsamen Sitzung.

Über die nachstehenden Links gelangen Sie zu den hannoverschen Stadtteilportalen, hier finden Sie auch die Nachrichten aus den jeweiligen Integrationsbeiräten.

Hier finden Sie einzelne Beiträge zum Engagement der Integrationsbeiräte: