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List

Hannover protestiert weiter!

Lister Laden für rechte Szene stößt weiterhin auf Widerstand.

Der Protest der Stadtgesellschaft gegen „Tønsberg“, einem Ladengeschäft in der List reißt nicht ab. Die hannoversche Filiale gehört zu einer Kette von Geschäften, die Kleidung mit typischen Zeichen und Anspielungen der rechtsextremen Szene vermarktet. Das Eröffnen und Betreiben solcher Läden ist zwar nicht rechtswidrig, doch in Hannover fällt das schwer– schon seit der Gründung protestieren die Einwohner/innen dagegen. Auch in anderen Kommunen sorgen die entsprechende Läden für großen Unmut in der Bevölkerung.

Diesmal hatte die Initiative „Gegen rechten Lifestyle in Hannover“ zur Kundgebung aufgerufen und über 400 Teilnehmer/innen kamen. Alt und jung versammelten sich am 5. März zum Start am Lister Platz. Der Rapper Holger Burner stimmte die Masse ein und äußerte sich auch kritisch zur deutschen Flüchtlingspolitik. Ihm folgten weitere Redner/innen, die die „legale Verbreitung menschenverachtender Inhalte“ scharf kritisierten. Danach setzte sich der Zug mit lautstarken Sprechchören in Richtung Nordosten in Bewegung und wurde immer größer. Viele Passant/innen applaudierten oder schlossen sich spontan der Demo an. So zeigte ein breites Bündnis Flagge gegen Rechtsextremismus.

Am Objekt des breiten Protests in der Podbielskistraße angekommen, machten die Demonstrierenden mit Chören und antirassistischer Live-Musik Lärm und hörten Statements von Vertreter/innen der anwesenden Organisationen. Sven-Christian Kindler (Mitglied des Deutschen Bundestages) rief dazu auf, keine Ruhe zu geben, bis der Laden aus Hannover verschwinde. Der Poetry-Slammer Tobias Kunze machte sich anschließend über das Erscheinungsbild des Geschäfts lustig und sorgte mit seinem humorvollen Beitrag für Erheiterung. Zum Schluss sang der Rapper „David“ (Holger Burner) einen Song, in dem er den Engagierten dankte und ihnen Mut machte.