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Aktuelle Stellenangebote der Landeshauptstadt und der Region Hannover

Verbesserte Versorgung

Versicherte mit erheblichem allgemeinen Betreuungsbedarf

Erhöhter Leistungsanspruch für Demenzbetroffene, geistig behinderte oder psychisch erkrankte Pflegebedürftige

Wer ist berechtigt?

Mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz, das zum 01.07.2008 in Kraft getreten ist, wurde unter anderem die Versorgungssituation von pflegebedürftigen Menschen mit einem erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf durch einen erhöhten Leistungsanspruch verbessert. Gemeint sind Pflegebedürftige in häuslicher Pflege mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, die in ihrer Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt sind (vgl. § 45a SGB XI). Diese pflegebedürftigen Menschen erhalten zusätzlich zum bisherigen Pflegegeld oder der Pflegesachleistung einen Betrag von bis zu 100 Euro monatlich (Grundbetrag) bzw. bis zu 200 Euro monatlich (erhöhter Betrag). Die Höhe des jeweiligen Anspruchs legt die Pflegekasse im Einzelfall fest – auf Empfehlung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) oder des Gutachters, den die Pflegekasse beauftragt. Auch Menschen mit einem erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf, die zu Hause versorgt  werden aber noch keine Pflegestufe (Pflegestufe 0) haben, können diese Leistung in Anspruch nehmen.

Welche Leistungen gibt es?

Der zusätzliche Betreuungsbetrag nach § 45b SGB XI wird nicht ausgezahlt, sondern ist zweckgebunden für qualitätsgesicherte Betreuungsleistungen einzusetzen.

Der Betrag kann nicht für Leistungen der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung verwendet werden. Er dient dazu, pflegende Angehörige und betreuende Familien zu entlasten.

Dazu gehören folgende Leistungen:

  • Tages- oder Nachtpflege
  • Kurzzeitpflege
  • Besondere Angebote zur allgemeinen Anleitung und Betreuung durch zugelassene ambulante Pflegedienste
  • Anerkannte niedrigschwellige Betreuungsangebote

Die Leistungen der Verhinderungspflege in Höhe von bis zu 1.550 Euro können für diese Angebote genutzt werden.

Was sind niedrigschwellige Betreuungsangebote?

Niedrigschwellige Betreuungsangebote sind Angebote, in denen geschulte Helfer unter professioneller Anleitung Pflegebedürftige mit einem erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung in Gruppen oder im häuslichen Umfeld betreuen und pflegende Angehörige entlasten.

Informationen zu Anbietern niedrigschwelliger Betreuungsangebote erteilen die Pflegestützpunkte in der Region Hannover:

Eine aktuelle Liste der anerkannten niedrigschwelligen Betreuungsangebote in Niedersachsen finden Sie unter www.niedrigschwellige-betreuungsangebote-nds.de.

Zusätzliche Beratung durch Pflegedienste

Pflegebedürftige Menschen mit einem erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf und ihre pflegenden Angehörigen sind in besonderem Maße auf Hilfestellung und Beratung angewiesen, um die hohen körperlichen und insbesondere  psychischen  Belastungen  im  Pflegealltag besser bewältigen zu können. Diese Gruppe pflegebedürftiger Menschen, die ausschließlich Pflegegeld bezieht, kann weitere Beratungsbesuche von einem zugelassenen Pflegedienst in Anspruch nehmen. In den Pflegestufen I und II sind dies zwei Beratungen pro Halbjahr, in Pflegestufe III zwei Beratungen pro Vierteljahr. Personen, bei denen ein erheblicher Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung nach § 45a festgestellt wurde und die noch nicht die Voraussetzungen der Pflegestufe I erfüllen, können halbjährlich einen Beratungsbesuch in Anspruch nehmen.

Beratung durch die zuständige Pflegekasse

Seit dem 1. Januar 2009 haben Pflegeversicherte einen gesetzlich festgeschriebenen Anspruch auf individuelle, kostenfreie und unabhängige Beratung und Hilfestellung durch einen Pflegeberater. Die Pflegekasse berät ihre Versicherten unter anderem zu Leistungsansprüchen und Antragsverfahren bezüglich der zusätzlichen Betreuungsleistungen und gibt Auskunft zu Pflegediensten, die allgemeine Betreuungsleistungen anbieten, und zu anerkannten niedrigschwelligen Betreuungsangeboten. Weitere Informationen erteilt Ihre Pflegekasse.